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Thema: Kinder im Sog der virtuellen Welten?

  1. #11
    Avatar von azariel
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    Standard

    Hallo schildi

    Du hast Recht, im Kindergarten ist die Medienwelt Thema. Habe selbst auch schon für längere Zeit als Erzieherin gearbeitet (zwar mehr in der Krippe, aber man bekommt ja auch die Kindergartenkinder mit) und da ist das schon begehrt. Obwohl ich sagen muss, spielen die meisten Kinder im Kindergarten dann doch eher mit anderen Kindern!
    Jedenfall habe ich die Erfahrung gemacht.
    Ich kann gut verstehen, dass du lieber 2-3 Bücher kauft als so ein (schon überteuertes) Gameboyspiel, die ich nur gebraucht kaufen würde (da sie eben einfach meistens zu teuer sind).
    Ich würde meinen Kinder auch natürlich PC und sowas erlauben, aber ich würde ihnen trotzdem so lange es geht das Interesse am malen, mit anderen spielen, verkleiden usw. lassen. Lernsoftware ist dabei gar keine Frage - da gibt es ganz tolle Sachen.

  2. #12
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard Kritisch ist die ständige Verfügbarkeit...

    Ganz eindeutig geht die Mediennutzung schon im Kindergartenalter los - das find ich grundsätzlich auch ok. Unsere Kinder wachsen in einer Medienwelt auf und werden lernen müssen, aus dem übergroßen Angebot auszuwählen. Verteufeln ist da zu einfach. Aber Medienkompetenz zu lernen - damit tun doch selbst wir Erwachsenen uns schwer. Gerade könnte ich einen schönen Sonnenspaziergang machen, putzen, arbeiten - doch was tu ich?

    Weil ständige Verfügbarkeit so verlockend ist, werd ich die mobilen Geräte (Gameboy&Co, iPhone) noch so lang wie möglich boykottieren. Unsere Älteste ist erst 6, da ist das alles auch noch einfach. Ich ahne aber schon, dass die Medien irgendwann Streitthema Nr. 1 werden könnten.

    Wichtig finde ich auch, dass Kindergärten noch "medienfreie Zone" sind. Zuhause achte ich bei den Vorschulkindern sehr darauf, die Nutzungszeit zu beschränken. Außerdem ist mir wichtig, dass eher selten sinnlose Spiele gespielt werden, bei denen die lieben Kleinen wie ein dressierter Affe schnellstmöglich auf Knöpfe drücken müssen.

    Für Schulkinder finde ich die unten beschriebene Lösung mit dem Wochenbudget für die zeitliche Beschränkung der Mediennutzung sehr gut (und auch noch mit "Chips" - das ist ja genau die richtige Idee für kleine Zocker!). Kann man ihnen ja genauso wie Taschengeld vermitteln, das kommt ja auch wöchentlich. Ein "Tagesbudget" kann ich schon aus eigener Überzeugung nicht konsequent umsetzen. Wenn die Kinder gerade mit total viel Spass oder kreativ mit dem PC zugange sind, ziehe ich nicht den Stecker.

    Unsere beiden Großen (6 und 4) dürfen fast täglich an den PC, dort ist der Anteil der Lernspiele, den sie nutzen, (noch) sehr hoch. Was ich dabei sehr gut finde ist, dass sie oft wirklich gemeinsam Spass haben - ich hör den Kleinen oft kichern "Jetzt mach mal das da" und dann lachen sie sich zusammen schlapp. Im echten Leben streiten sie sich viel öfter! Da ist mein Vorurteil gegen die kleinen mobilen Geräte, dass man nicht so gut zusammen draufgucken kann oder eher gegeneinander spielt. Stimmt das eurer Erfahrung nach oder gibt's auch echt kommunikative/kooperative Nintendo/Gameboy-Spiele?

  3. #13
    Avatar von songoten
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    Standard

    Wo liegt denn der Spass und Ablenkungsfaktor, wenn immer alles einen Sinn haben muss?
    Im Fernsehen guckt ihr sicher auch nicht den ganzen Tag nur Nachrichten und Dokumentationen ^^
    Medien haben klar auch die Funktion, zu unterrichten, aber in erster Linie (ist es für mich) Ablenkung von der Arbeit und eben meine Freizeit.

    Auch wenn ich meistens dem PC nutze um zu chatten (ist auch nichts schlimmes dran, find ich..) und um Geschichten mit anderen Leuten zu schreiben und Bilder zu berarbeiten (beides kreatives Dinge, die nicht schaden).

    Mit Gameboy & co kenn ich mich leider nicht meht so aus..
    hab nur einen Gamebopy Advance SP und da nur Dragonball und Pokemon dazu ;D
    nutze ich wenn ich ma wieder ne Stunde oder zwei aufn Zug warten muss und bei langen Zugfahrten (setz mich auch ned zu Hause hin und spiele)



  4. #14

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    Standard Hallo schildi

    wenn deine Kinder nicht nach Nintendo & Co. schreien, warum dann anschaffen? Ist das Ding erst einmal im Haus, will es genutzt werden und zwar von allen! Da kann man dann schlecht sagen, der/die Große darf und der/die Kleine nicht. Aus der Erfahrung heraus kann ich auch sagen, dass die zeitliche Limitierung nur begrenzt wirkt. Da muß dann ein Spiel unbedingt noch fertig gespielt werden oder man bekommt gar nicht erst mit, das und wann sich die lieben Kleinen den Nintendo geschnappt haben und damit spielen.
    Unser Ältester (9) wollte letztes Weihnachten einen Nintendo haben. Wir haben ihn vertröstet, weil wir auch mal sehen wollten, ob dieser Wunsch eine Eintagsfliege ist. Zu seinem Geburtstag ein halbes Jahr später, war das Ding kein Thema mehr. Er hatte zwischenzeitlich oft bei Freunden gespielt, und irgendwann kam dann von ihm der Spruch: da gehe ich aber nur hin, wenn der nicht dauernd Nintendo spielt, das ist nervig! Wir haben uns gewundert und gefreut.
    Was für mich auch noch eine Rolle spielt, ist der Preis. Das Gerät an sich ist schon so teuer, die Spiele dann noch extra oben drauf. Wenn die Kinder schon im Kindergartenalter das Ding geschenkt bekommen, wo ist da die Verhältnismäßigkeit, und wie soll man den Kinder den Wert dieses "Spielzeugs" verständlich machen? Für dieses Geld kann man eine Menge anderer Dinge kaufen, mit denen man dann vielleicht gemeinsam spielen kann.

  5. #15

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    Ich bin doch etwas überrascht: Nintendo im Kindergartenalter oder fast täglich am PC sitzen. Ich weiß gar nicht, wann meine Kinder so was tun sollten, sie spielen beide sehr gerne mit "ganz normalem" Spielzeug. Ergänzt mit allem möglichem aus dem Haushalt. Ihre Lieblingsschublade im Kinderzimmer ist die, wo gesammelte Stöckchen, Papprollen (am liebsten die von den Tüten am Obsstand im Supermarkt, da wird jede leere ergattert), Pappschilder, Bänder, Tücher u.s.w. drin sind. Wenn sie nicht spielen, malen sie oder hören Hörspielkassetten. Oder wir sind draußen. Es ist nicht so, dass ich den PC generell ablehne (der Große sitzt ganz selten mal mit einem von uns Erwachsenen dran), aber als fast tägliches Spielgerät möchte ich ihn nicht im Einsatz sehen.

  6. #16

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    Lächeln Nintendo - ja oder nein?!?!!?

    Na klar muss nicht alles sinnvoll sein was man macht - hauptsache es macht Spass - aber ich denke dass da ein kleiner Unterschied zwischen Kindern mit 5 und älteren oder Erwachsenen in der Auffassung und Aufnahme gibt (angefangen bei der kleinen Bildschirmgröße vom Nintendo). Und da sollte man glaube ich anfangen zu überlegen und nicht ob was jeder hat oder nicht!!!! Tja, so langsam bin ich überzeugt, dass ich es doch sein lasse mit meinem Nintendo :-((( Oder ich arbeite heimlich an meinem Gehirn-Jogging ;-)))) Bei uns ist es eigentlich auch so, dass wir selten zum Computern oder sogar fernsehen kommen (ich glaube in 6 Wochen Ferien haben wir es ca. 6 x geschafft), weil die Zeit einfach nicht da ist ... unsere beiden und zum Glück auch die Kinder in der näheren Nachbarschaft sind gerne draussen (also auch die Großen mit 10/11), spielen Rollenspiele, verkleiden sich hüpfen Trampolin, gehen auf Forschungs-Tour und was ihnen gerade so alles einfällt :-))) finde ich super - ist man allerdings auch gefordert: "Mama hast du mal, Mama kannst du für uns mal machen, usw. usw. (macht aber total Spass sich entweder Geschichten oder Verkleidungen o.ä. auszudenken oder die Funde dementsprechend spannend zu kommentieren :-))) . Haben allerdings auch das Glück auf dem "Lande" mit vielen Wiesen und Waldnähe zu wohnen und da tut man sich denke ich auch leichter auch die Kleinen einfach mal rennen zu lassen. Vor allem weil unsere "Großen" doch so zuverlässig sind und auf die Kleineren aufpassen. Dann haben wir das zweite Glück dass viele Familien hier (wir incl.) ein kleines Spielzimmer einrichten konnten, in dem die Kinder sich mit Lego und Playmobil austoben können - ist auch toll, weil dann einfach mal richtige Landschaften aufgebaut werden können - hier die Römer - beim andern die Ägypter, beim nächsten der Zoo, usw. Computern tut hauptsächlich mein Großer (in den Ferien und am WE) am liebsten in der früh, solange Mama und Papa noch schlafen - zum Glück ;-))) Und dank Bücherei haben wir eigentlich kaum Kosten mit Spielen ... und ich habe erst noch mal überlegt - für einen Nintendo bekomme ich nicht nur mind. 20 Bücher oder 5 Spiele, sondern sogar schon ein Trampolin in vernünftiger Größe oder dutzende Federball-Spiele und Bälle oder oder oder .... ;-)))

  7. #17
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard Hallo dicocoja,

    das ist doch Schwarzweißmalerei.
    Auch wenn sie gern und fast täglich am PC sitzen, sind auch meine Kinder kreativ, machen gern Sport und erleben draußen Abenteuer. Gerade kneten sie ausgiebig und freuen sich schon sehr auf den Schwimmbadbesuch. Meine Tochter bastelt die unglaublichsten Bücher, Spiele und Zubehör für verschiedenste Rollenspiele. Und auch am Internet erlebe ich wie gesagt die Kinder oft kreativ und kommunikativ.

    Mein Mann und ich verbringen mehr als die Hälfte der Arbeitszeit mit PC und am Telefon. Dass unsere Kinder da nicht ganztägig draussen spielen, find ich völlig normal.

  8. #18

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    Lächeln PC und Freizeit!!!

    Ich denke so soll es aber doch auch sein - nur so kann man doch einen vernünftigen Umgang mit den Medien lernen. Wenn man noch weiss, was man tun kann ohne dass die Kiste läuft. Genau das ist/war auch mein Ziel und bis jetzt klappt es ja ganz gut ...

  9. #19

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    Standard

    Seit einem halben Jahr kommt das Thema auch bei uns immer mal wieder hoch. Meine Tochter wird neun und 2 ihrer Freundinnen haben so ein Ding( sehr übersichtlich wie ich finde,denn in unserer Gegend ist das direkt verpönt).
    Ich habe ihr ganz klar gesagt,daß ich ihr keinen Nintendo kaufen werde. Sie hat einen Leapster (tolles Teil übrigens ,weil schön gemachte Lernspiele auch mit bekannten Kinderfiguren,aber eben immer mit Lerneffekt) ,das Teil ist stets nur kurzfristig in Benutzung wenn sie einen neues Spiel hat.Seit einem halben Jahr liegt er nur rum. Ich habe noch einen alten Gameboy für die Kinder gehabt. Da wurde in der ersten Zeit wie verrückt gespielt,auch jetzt uninteressant. Somit sehe ich keine Veranlassung noch ein Gerät anzuschaffen. Sie haben seit kurzem mein altes Notebook um zu spielen ,bis jetzt saßen sie nicht einmal dran.
    Sie spielen viel gemeinsam ,basteln ständig die tollsten Sachen oder "proben " für eine kleine Aufführung , die uns dann ,natürlich kurz vor dem ins Bett gehen, präsentiert wird.Da wir in der Großstadt leben, gehen die Kinder nur mit mir zusammen nach draußen. Rausschicken zum Spielen fände ich auch praktisch,aber wir leben halt nicht auf dem Dorf(und das ist auch gut so).
    Das Kinderzimmer ist voll mit Spielzeug,im Winter gehts in die Bibliothek und somit brauchen wir einen Nintnedo auch in Zukunft eher nicht.

  10. #20

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    Standard Wir haben jetzt doch einen Familien-Nintendo!!!

    Alsooo, habe ja früher schon mal gepostet, da wir ja seeehr lange überlegt haben ob oder ob nicht ...

    Wir haben jetzt vom Christkind einen (gebrauchten - NP ist ja jenseits von gut und böse) Familien-Nintendo bekommen ... im großen und ganzen bin ich momentan von den Spielen eher positiv überrascht (von denen die wir haben), war ja da vor allem zuerst seeehr skeptisch. Wir haben uns mal 4 (gebrauchte - daher bezahlbare) Spiele dazu angeschafft, weil sonst wäre das mit dem "Familien"-Gedanken nicht angekommen. Dabei waren 1 x Gehirnjogging, 1 x was mit Tieren, 1 x Strategie und 1 Abenteuerspiel nennt man diese Richtung wohl allgemein (Aufgaben lösen). Überrascht hat mich, dass die Rätsel-Knobelspiele seeeehr gut angenommen wurden - liegt vielleicht auch daran, dass wir Gesellschaftsspieler sind ... deswegen haben wir noch 3 Spiele im Auge (oder wahrscheinlich eher bei ebay bei "Beobachten" :-)))

    Meine Erfahrungen:

    - die Masse der Spiele ist erdrückend und man tut sich finde ich seeeehr schwer das richtige zu finden - in unserem Spieleladen sind zum Glück immer welche zum testen ausgestellt, so dass man mal reinschnuppern kann

    - die Preise sind eine Frechheit

    - lässt man sie selber über das Ding entscheiden ist sehr schnell ein gewisser Suchtfaktor da - den können wir ganz gut umgehen, indem wir als Erwachsene auch unser Recht des "Familien"-Gedankens einfordern :-))) Also man sollte auf jeden Fall darauf achten wie lange und was die Kinder spielen ...

    - sinnvoll eigentlich hauptsächlich für unterwegs oder bei Wartezeiten (oder um Mama und Papa in der früh noch ein halbes Stündchen zu gönnnen, hihihi)

    - obwohl ich mich inzwischen gerne auch mal dransetze - Bildschirmgröße ist mir nach wir vor zu klein und nicht für Dauerspielen geeignet

    Was mich stört, dass sich die Kinder (mein Großer ist auch 9) inzwischen schon zu Nintendo-Sessions treffen. Da bin ich immer noch der Meinung, dass man zu zweit oder mehreren in dem Alter die Zeit noch anders verbringen sollte und das fordere ich auch ein. Der Große hat auch einen PC und sie dürfen gerne mal Spiele gegenseitig zeigen und auch mal spielen, aber nur eine begrenzte Zeit, dann ist wieder Fantasie angesagt ....

    Vielleicht muss man dazusagen, dass wir versuchen eine gesunde Mischung von ALLEM zusammzubekommen. PC, Nintendo, Fernsehen, Gesellschaftsspiele, Bücher. Fernseher läuft bei uns ca. 2-3 x im Monat (wobei da auch DSF dazugehört - und das klappt seehr gut - uns fehlt da nix), PC und Nintendo geregelt (und sehr oft auch zusammen), Gelesen wird (freiwillig) eigentlich täglich und Gesellschaftsspiele regelmässig - öfters die Woche ... das läuft bei uns von klein auf so und funktioniert bestens ... wurde von uns allerdings unbewusst so eingeführt, weil wir das selber schon vor der Kinderzeit so gemacht haben. Basteln, Verkleiden, Spielen, Draussen sein, usw. usw. gehört natürlich auch dazu :-))) Aktuell sind (durch die Schule) Handarbeiten wie Häkeln, weben, Strickliesl, usw. angesagt (seufz - ich wusste gar nicht mehr wie schwierig das am Anfang war ;-)))

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