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Thema: Baby schreit ganze Zeit

  1. #1

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    Standard Baby schreit ganze Zeit

    Servus !

    Meine Schwester hat ihr erstes Baby bekommen und ehrlich gesagt scheint die total überfordert zu sein. Der kleine schreit die ganze Nacht durch..ist unruhig und irgendwie scheint es mir, als ob ihm was fehlt. Der Arzt sagt aber, dass alles ok sei.
    Bevor ich falsche Entschlüsse ziehe, wollte ich mir noch einige Tipps bei euch holen.

    Meine Schwester tut mir wirklich leid, die schläft kaum und sieht total ausgelaugt aus.
    Habt ihr denn paar Ratschläge an mich ? Ich selber habe keine Kinder - kenne mich aus diesem Grund auch nicht so aus. Welche Methoden der Tricks gibt es da ?

  2. #2

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    35

    Standard Ruhe und Rituale

    Hallo, ich kann gut nachvollziehen, was deine Schwester da gerade durchmacht...ich bin Mutter von 4 Kindern, darunter zwei "echte" Schreikinder und einem sehr unruhigen Kind. Bei mir war gerade auch das erste Kind ein Ultra-Schreikind, bei dem in den ersten Jahren immer mehr Krankheiten und Behinderungen zum Vorschein kamen...er hatte so ziemlich jede Wahrnehmungsstörung, die man sich vorstellen kann, Raumwahrnehmungsstörung, Gleichgewichtsstörung,..., die einzige Möglichkeit für ihn War halt schreien. Das hat unser jetzt 19jähriger Sohn ganze 18 Monate durchgehalten. Er hat höchstens mal 2 Stunden vor lauter Erschöpfung geschlafen, dann ging alles wieder von vorne los...
    Das Wichtigste: deine Schwester braucht von ALLEN Unterstützung. Jede Minute hilft, die sie an Unterstützung bekommt. Mir hat sehr geholfen, dass meine Mutter in dieser Zeit für uns mitgekocht hat. Mein Mann hat damals nach der Arbeit das Essen dort abgeholt. Darüber hinaus haben fast jeden Nachmittag Familienmitglieder oder Freunde den kleinen Mann im Kinderwagen mindestens. 1 Std. spazieren gefahren. Die Zeit habe ich genutzt für Hausarbeit, eigener Körperpflege oder auch "nur " zum Schlafen.
    Nur wenn man als Mutter halberlei ausgeglichen ist, kann das Kind Sicherheit und Ruhe bekommen.
    Das Zweitwichtigste: ROUTINE, RUHE UND RITUALE . Das hört sich simpel an, ist aber jetzt das alles entscheidende, sowohl für das Kind als auch die Mutter. Alle Handlungen ritualisieren, und wenn möglich täglich alle Handlungen immer gleich und zur gleichen Zeit durchführen. Alle unnötigen Ausflüge und Ablenkungen, auch Besuche, rigoros streichen und absagen. Ich bin damals nur noch zu wirklich notwendigen Arztterminen und halt bei den täglichen Spaziergängen mit ihm vor die Tür gegangen.
    Hört sich erst mal schrecklich und auch langweilig und dröge an, aber genau das ist die größte Hilfe und Erleichterung, sowohl fürs Kind, als auch für die restliche Familie.
    Und, diese Umstellung braucht mindestens. 14 Tage Zeit, um zu greifen, nicht sofort gefräste abbrechen.. unbedingt durchhalten, es lohnt sich...übrigens auch auf lange Sicht: wie gesagt, unser Sohn ist jetzt 19, die Jüngste 3. Es hat sich sehr positiv auf das Familienleben ausgewirkt, dass bei uns alles planbar und durchschaubar ritualisiert ist. Die Kinder sind ausgeglichener, ruhiger und bei den Großen sehe ich dadurch auch bessere Leistungen in der Schule und bekomme auch von den Lehrern positive Rückmeldungen.Die beiden Kleinen Kindergartenkinder sind auch im Kindergarten aufmerksamer und ruhiger. Bei uns gibt es natürlich genau aus diesen Gründen auch kein Fernsehprogramm für die Kleinen. Sie wachsen komplett Fernsehfrei auf. Die Großen dürfen zwar Fernsehen, sie nutzen das aber sehr selten, ohne etwas zu vermissen...
    Ich hoffe, euch etwas Mut machen zu können, mit dieser Info. Es gibt auch Möglichkeit , mit Schüsslersalzen oder Globolies etwas zu erreichen. Wenn ihr da noch mehr Infos braucht, schickt mir eine PN.
    Alles Gute und weiterhin viel Freude am Nachwuchs.

  3. #3

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    Standard

    Zitat Zitat von remy Beitrag anzeigen
    Eine gewisse Zei schreien lassen ist ok. Aber nach ca 10 min würde ich dann langsam doch mal hingehen. So kleine Babys haben keine andere Art, auf sich aufmerksam zu machen, als zu weinen.

    Richtig, schreien/weinen ist die einzige Möglichkeit von Babys, auf sich aufmerksam zu machen und etwas mitzuteilen. Aber 10 Minuten Wartezeit ist viel zu lang!!! Dann merkt/lernt das Kind nur, ich muß lange schreien, bis jemand kommt.
    Die Grundbedürfnisse müssen erfüllt werden: Hunger/Durst stillen und eine frische Windel. Wenn dann noch scheinbar grundlos geschrien wird ist es z.B. Reizüberflutung, Müdigkeit (!) oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit. Pucken ist eine sehr gute Methode, ein unruhiges Baby zur Ruhe zu bringen, es schafft Geborgenheit und gibt dem Baby die engen Grenzen wie im Bauch der Mutter wieder.
    Ansonsten einen ruhigen, gleichförmigen Tagesablauf mit immer den gleichen Ritualen. Ist für uns Erwachsene total langweilig, dein Baby wirds dir danken. Falls das Kind in einer Trage oder Tragetuch getragen wird: immer mit dem Gesicht zum Körper, niemals Babys so tragen, daß sie nach außen gucken. Außenstehende finden das ganz toll ("guck mal wie der/die Kleine so aufmerksam in die Welt schaut") aber für die Babys ist es die totale Reizüberflutung, weil sie noch ungefiltert ihre Umwelt wahrnehmen.
    Es gibt auch spezielle Schreiambulanzen, wo man sich Rat und Hilfe holen kann. Unbedingt jedes Hilfsangebot von Verwandten und Freunden annehmen und sei es nur die Stunde mit dem Kinderwagen spazieren fahren, wo die Mama mal in Ruhe duschen oder sich aufs Sofa legen kann...

  4. #4

    Registriert seit
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    Beitrag

    Zitat Zitat von Jakio Beitrag anzeigen

    Meine Schwester tut mir wirklich leid, die schläft kaum und sieht total ausgelaugt aus.
    Habt ihr denn paar Ratschläge an mich ? Ich selber habe keine Kinder - kenne mich aus diesem Grund auch nicht so aus.

    Schon komisch, in Deinen anderen beiden Posts bist Du eine "Mama auf der Suche nach Kleidung für Kiddies" für den Urlaub und für eine große Tochter suchst Du etwas für die 1. eigene Wohnung ? Vorsicht, für diese Schleichwerbung braucht man ein gutes Gedächtnis , damit man sich nicht in Widersprüche verwickelt ...

    Jetzt tuts mir schon fast leid um die Zeit, welche ich für meinen Beitrag zum Baby-Thema verschwendet habe, wobei die Infos vielleicht auch ganz hilfreich für wirkliche Eltern mit echten Problemen sein können.

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