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Thema: Wiedereinstieg in den Beruf

  1. #1

    Reden Wiedereinstieg in den Beruf

    Ich war die ersten Jahre zu Hause, als unser Sohn 7 Jahre wurde, konnte ich wieder auf die alte Arbeitsstelle zurückkehren. Bin jetzt zwar in einer anderen Abteilung, gehe auch schon wieder einige Jahre arbeiten, bin aber froh, dass ich die ersten Jahre zu hause war und die Zeit mit unserem Kind geniessen konnte. Jetzt ist er doch in dem Alter, wo er mich nicht mehr ständig braucht. Ich habe auch das Gefühl, dass er dadurch sehr selbständig geworden ist. Bei anderen Müttern, die schon früher wie ich wieder arbeiten gegangen sind, habe ich oft das Gefühl, das sie die Kinder, wenn sie größer werden, viel schwerer loslassen und selbstständig werden lassen können. Sie sehen in den Kindern oft noch die Kleinen, die nicht allein zur Ferienfreizeit oder sonstiges können oder ähnliches. Ich denke, es hat alles seine Zeit - die Zeit, wo man für seine Kinder da sein sollte und sich Zeit nehmen sollte, um mit ihnen viel zu unternehmen, und dann die Zeit, wo sie allein viel unternehmen. Ich genieße es jetzt auch wieder, etwas für mich selbst tun zu können.

  2. #2

    Lächeln Nur Mutter

    Ich bin voll Ihrer Meinung. Ich bin seit 10 jahren zu Hause und genieße nun das vierte und letzte Kind in allen Zügen. Bin aber auch sehr gespannt auf den Wiedereinstieg in einen Beruf. Ich mache viel ehrenamtliche Dinge in Kiga, Schule und Kirchengemeinde und somit fällt mir nicht die Decke auf den Kopf.

  3. #3

    Standard Mit Kindern arbeiten

    Ich hatte mir bei unserem ersten Kind vorgenommen, länger zu Hause zu bleiben.
    Bin dann aber nach einem halben Jahr wieder in die Arbeit eingestiegen. Mit Tagesmutter und relativ flexiblen Arbeitszeiten ging das ganz gut. Beim zweiten Kind war es schon schwieriger. Nun geht der Große in die Schule, der Kleine stundenweise ins Zwergerltreff.
    Ich merke, dass ich meine Arbeit brauche, ich liebe meinen Beruf, die Kontakte, die Herausforderung (und ich brauche auch das Einkommen und die Rente).
    Und ich merke, wie sehr ich gerne gleichzeitig mehr Zeit mit und für meine Kinder hätte (wobei ich mit meiner halben Stelle eh viel Zeit daheim bin und den Luxus habe, auch viel am Abend zu erledigen, wenn der Papi schon zu Hause ist und die Kinder im Bett sind).
    Ehrlich gesagt, ich beneide die Mütter, die zu Hause bleiben und ganz darin aufgehen können, Mutter zu sein!!! Auch wenn es komisch klingt: Ich wünsche mir manchmal sogar mehr Zeit, meinen Haushalt richtig super toll zu machen für meine Kinder (das gelingt mir mit Arbeit und Kindern nicht immer so gut). Denn jede freie Minute bin ich für die Kinder da und genieße die Zeit.
    Aber ich weiß es auch zu schätzen, eigene Wege zu gehen.
    Was ich auf alle Fälle unterschätzt habe, ist die psychische Herausforderung: Zu Hause wirklich die Arbeit loszulassen und in der Arbeit die Kinder. Das ist anstrengender, als ich dachte. Aber nur so kann beides gut laufen.
    Und was ich immer noch echt ätzend finde: Wenn mal die Kinder krank sind. Väter bekommen in den seltensten Fällen frei, um die Kinder zu betreuen! Kaum ein Arbeitgeber akzeptiert, wenn ein Mann deswegen zu Hause bleiben will! Aber manchmal geht es eben nicht anders.
    Und die Betreuung in den Ferien will langfristig geplant sein! Da habe ich immer noch so meine Probleme. Genauso, wenn in der Schule Stunden ausfallen und der Große kurzfristig früher aus hat. Da lohnt es sich, rechtzeitig ein gutes Netzt an lieben Nachbarn, Freunden etc. aufzubauen, die dann auch wirklich einspringen können!
    .

  4. #4

    Standard Mit Kindern zu Hause

    Ich bin seit vier Jahren zu Hause. Der Große (3 1/2) geht seit September in den Kindergarten, der Kleine (2) soll nächstes Jahr auch dorthin. Dann möchte ich wieder arbeiten gehen. Für mich wird der Wiedereinstieg in das Berufsleben nicht ganz einfach werden, da ich kurz vor der ersten Schwangerschaft arbeitslos wurde. Ich arbeite in einem männerdominierten Beruf und in einer Gegend mit Arbeitslosenzahlen über dem Bundesdurchschnitt. Ich werde natürlich auch andere Berufszweige anvisieren und hoffe, dass es irgendwo klappt. Momentan genieße ich erstmal die Zeit mit den Kindern.

  5. #5

    Lächeln Ganz anderer Wiedereinstieg :-)))

    Ich bin jetzt auch seit ca. 6-7 Jahren "zuhause". Da ich aus der EDV komme hatte ich auch vor weiterzuarbeiten und habe nach ca. 3 Monaten als Teleworker mit weniger Stunden wieder angefangen. Ging anfangs auch ganz gut, aber nach ca. 1 1/2 Jahren habe ich dann doch die Segel eingezogen. Seit dem zweiten Kind könnte ich es mir gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie das klappen soll (bei mir persönlich). Jetzt wo beide vormittags aus dem Haus sind, schon wieder eher, da mein Mann aber früh morgens aus dem Haus geht und spät abends wieder heimkommt geniesse ich ehrlich gesagt auch mal ein paar Stunden für mich alleine gemütlich mit einem Buch, weil ich den restlichen Tag für meine beiden eigentlich alleine da bin, mit allen Problem und Sorgen, aber auch viel viel Spass. Ich habe einen kleinen Job angefagen, bei dem ich mit Kindern zu tun habe (ca. 2 vormittage die Woche) und das praktische daran war und ist, dass ich da Ferien habe, wie auch die Kinder. Somit habe ich keine Betreuungsprobleme. Jetzt habe ich ein weiteres Angebot wieder für einen Job, der mit der Kinderbetreuung zu tun hat bekommen und in diesem Bereich möchte ich bleiben, bis meine "Kleine" die Grundschulzeit hinter sich hat. Dann möchte ich es auch wieder versuchen in meinen Männerdominierenden Beruf zurückzugehen. Ich bin froh, dass wir uns es mehr oder weniger einigermassen leisten konnten, dass ich zuhause bleibe (nicht ohne Probleme und nicht ganz ohne meinen "damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt"-Minijob), da ich so Probleme meines Sohnes Hautnah mitbekommen habe und dementsprechend handeln konnte. Ich glaube, wenn ich wirklich wie geplant und auch gewollt weitergearbeitet hätte, wäre manches anders und wahrscheinlich nicht zum besten gegangen ... Aber ich bin auch wieder froh, dass ich es geschafft habe in einem ganz anderen Bereich eine super Übergangslösung für mich zu finden :-))

  6. #6

    Standard

    Ich denke, es ist ein großer Luxus, wenn es sich eine Familie vom finanziellen her leisten kann, einige Jahre zu Hause zu bleiben. Dies können sicher nicht alle Familien. In den Jahren, wo ich zu Hause war, habe ich auch als Tagesmutter gearbeitet, was den Vorteil hatte, dass ich zu Hause war und immer Zeit für meinen Sohn hatte. Für ihn war dies sicher auch ein Vorteil, da er sonst als Einzelkind aufwächst. Ansonsten habe ich auch ehrenamtlich mich für viele Sachen engagiert, in der Kirchengemeinde und im Kindergarten bzw. der Grundschule im Elternbeirat. Wenn ich arbeiten gegangen wäre, hätte ich mich sicher nicht in dem Maß engagieren können. Es ist mittlerweile ein großes Problem, dass viel ehrenamtliche wichtige Arbeit nicht geleistet werden kann, weil viele Eltern beide arbeiten gehen. Es ist aber auch eine Chance für denjenigen Elternteil, der zu hause geblieben ist, sich danach beruflich neu zu orientieren. Es ist ja dann ein Neuanfang.

  7. #7

    Lächeln Mütter die zuhause und engagiert sind!!!

    Hallo nochmal, ich möchte Karin K. nochmal ganz kurz zustimmen und auch danken, dass sie die ehrenamtlichen Arbeiten erwähnt hat, die viele Mütter übernehmen, die zuhause sind. Was viele vergessen die Arbeiten gehen und vielleicht auch mal den einen oder anderen Kommentar über die fallen lassen, die "zuhause" sind (nicht alle versteht sich) - viele Mütter die ich kenne engagieren sich dafür "ehrenamtlich" in Schule, Kiga, Bücherei, Kirche, usw. Ich denke Schule und Kiga sind ausgesprochen dankbar für die Arbeiten, die diese Eltern übernehmen, unsere Kiga- und Schulkinder hätten nicht die Möglichkeit regelmässig während der Schule und Kiga in die Bücherei zu gehen und dort Bücher auszuleihen. Oder z.B. Thema Schülerlotsen, Begleitpersonen beim Schwimmunterricht, Aktionen in der Kirche (Weihnachten, Sternsinger, Kommunion). Es wird natürlich nicht alles nur von Müttern gemacht, die zuhause sind, sondern auch von vielen Berufstätigen, und genauso gibt es auch Mütter, die sehr wohl zuhause sind und sich um überhaupt nichts kümmern, auch nicht ehrenamtlich. Aber vielleicht sollte man nicht vergessen, wieviele Sachen flach fallen würden, ohne diese Ehrenamtlichen. Ab und zu vielleicht mal ein kleines Dankeschön auch an diese Mütter, die diese Eltern bestimmt sehr gerne helfen, die nicht zuhause bleiben können :-))) Weil leider werden diese Tätigkeiten weder bei der Rente noch bei sonstigen offiziellen Stellen hoch anerkannt ... leider ...

  8. #8

    Frage Jaja, die Anerkennung ...

    ... ist in jeder Hinsicht so ein Thema für sich. Vom Pfarrer bekommen wir einmal im Jahr einen feuchten Händedruck beim Ehrenamtlichen-Danksagungs-Abend im Gemeindesaal und ab und zu mal eine Weiterbildung beim Bistum. Wir leisten jeden (!) Sonntag eine ehrenamtliche Kinderkatechese parallel zum Gottesdienst. Wir sind alle entweder in Teilzeit berufstätig oder studieren. Bei den meisten Arbeitenden hat das Ehrenamt jedoch in der Elternzeit begonnen und wir hängen mittlerweile so an unserer "Kinderarbeit", dass wir trotz beruflicher Tätigkeit weitermachen.

    Von dort kommt dann auch die ersehnte Anerkennung, wenn nicht durch den Chef direkt, dann zumindest in monetärer Hinsicht :-). Auch im Umfeld, insbesondere bei meinem Mann und den Schwiegereltern, habe ich nun ein spürbar höheres Ansehen als zu der Zeit, als ich mich ganz der Familienarbeit gewidmet habe, obwohl sie das traditionelle westliche Familienbild gelebt haben und immer noch verkörpern (Zitat Schwiegermutter bei meiner zweiten Schwangerschafts-Verkündigung: "Um Gottes Willen - dann kannst du ja NIE wieder arbeiten!"). Diese unterschwellige Anerkennung jetzt tut gut, macht aber auch nachdenklich darüber, dass der ganze Trott so geblieben wäre, hätte ich nicht diese Stelle bekommen ...

    Ich bin froh, dass ich wieder arbeiten kann, und ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn die Kinder die Betreuungszeiten mal ganz ausschöpfen müssen.

    Und ich habe etwas ganz Paradoxes festgestellt: Seit ich wieder richtig arbeite (habe vorher meinem Mann ein bissel in der Firma geholfen - war ja für Außenstehende nicht "richtig arbeiten"), scheinen sich Freundinnen und Bekanntinnen in Unterhaltungen rechtfertigen zu müssen, dass sie ja auch "bald wieder einsteigen" wollen und so. Dabei bleibe ich gänzlich unvorwurfsvoll, frage nicht einmal danach, aber dass eine ehemals "Gleichgesinnte" ausschert, scheint zu einer inneren Dynamik zu führen, dass sich die nicht Arbeitende rechtfertigen will - wohlgemerkt: mir gegenüber natürlich nicht muss. Geht euch das auch so? Wenn ja, warum ist das so? Es muss doch jede Familie und jede Frau und Mutter selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten will.

    Anerkennungsvoll - Goldsammlerin

  9. #9

    Standard Kinder zu Hause betreuen

    Bei mir ist es so, dass erwartet wird, dass die Mütter nicht so lange zu Hause bleiben, sondern so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen bzw. die Kinder in Tagesstätten betreuen lassen. Hier gehen etliche Kinder mit einem Jahr in die Krippe oder zur Tagesmutter oder wenigstens dann mit zwei Jahren. Ich musste mir aus der Verwandschaft und zum Teil auch aus dem Freundeskreis immer mal anhören, wann denn der Große endlich in den Kindergarten geht, da war er 2 1/2. Seit September (mit 3 1/2) geht er nun. Mein Partner und ich waren uns von Anfang an einig, dass die Kinder erst mit drei Jahren in den Kindergarten gehen und ich solange mit ihnen zu Hause bleibe. Zum Glück ist das finanziell für uns geradeso machbar, denn ich kenne auch einige, die sich das gar nicht leisten können zu Hause zu bleiben.
    Dass sich viele Frauen neuerdings rechtfertigen, liegt meiner Meinung nach auch an der Politik. Es tönt immer nur: wir müssen Krippenplätze ausbauen, damit die Frauen wieder arbeiten gehen können und dann steigt auch die Geburtenrate. Das Elterngeld wurde erhöht, aber auf 12 bzw. 14 Monate gekürzt. Für mich war es ein Glücksfall, noch die alte Variante mit zwei Jahren Bundeserziehungsgeld zu bekommen, da ich kurz vor der Schwangerschaft arbeitslos wurde und somit nur ein Jahr lang ? 300,- bekommen hätte. Dann wird von "Herdprämie" gesprochen, auch so ein negativer Begriff. Geld, dass nur deshalb nicht gezahlt werden soll, weil es Eltern geben könnte, die das Geld "versaufen". Und dann wird oft so gesprochen, als wären das die meisten der Eltern. Und das nur, weil Einzelfälle von Vernachlässigung und Misshandlung (die natürlich schrecklich sind) in den Medien derart aufgebauscht werden, dass man meinen könnte, es gibt keine guten Eltern mehr. Die Mehrzahl der Eltern aber verzichtet selbst auf vieles, damit es den Kindern gut geht. Und laut Grundgesetz sind primär die Eltern für die Erziehung der Kinder verantwortlich und erst an zweiter Stelle der Staat. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, hier geht es um Kleinkinder! Selbst wenn in sozial schwachen oder in bildungsarmen Familien diese Kinder zu Hause bleiben, na und? Hier geht es um die ersten drei Lebensjahre und die sollen entscheidend sein, nachdem die Kinder danach in ein Schulsystem geschickt werden, welches nachweislich stark reformierungsbedürftig ist? Ich kann über all diese Debatten nur den Kopf schütteln.
    Übrigens: Die Geburtenrate steigt trotzdem nicht. Einen großen Anteil daran haben (wie schon bei Wirbelwind online nachzulesen) aber nicht die Frauen, sondern die Männer, die keine Kinder wollen. So habe ich zumindest im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht. Die Männer sind oft diejenigen, die das Vaterwerden weit von sich schieben und nicht durch Kinder in ihren Freizeitaktivitäten und finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt sein wollen. Würde es nur nach den Frauen gehen, wäre die Bevölkerungszahl in Deutschland zumindest konstant.
    Ach und noch was. Im alten Forum ging es schon mal darum, dass viele berufstätige Frauen erst mit den Schulkindern Probleme beim Managen des Familienalltags bekommen, da diese nachmittags nicht betreut werden (ist nicht in allen Bundesländern so), währenddessen der Kindergarten eine Ganztagsbetreung anbietet. Vielleicht sollte eher daran mal gearbeitet werden.
    Jetzt hab ich viel mehr geschrieben als ich anfangs wollte. Ich würde mich sehr über eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema freuen.

  10. #10

    Standard Nochwas,

    die Krippenplätze werden vom Staat subventioniert (KiTa und Schule natürlich auch), ich glaube, etwa zu 2/3 der Kosten. "Herdprämie" hin oder her, es ist auf jedenfall eine ungerechte Geldverteilung. Gerechter wäre es, alle Familien bekommen diesen Zuschuss und jede entscheidet selbst, ob sie damit den Krippenplatz bezahlt oder die Kinder zu Hause betreut. Das ist gar nicht so neu, wie manche vielleicht denken, denn beim früheren Landeserziehungsgeld wurde genau das gemacht. Das bekamen nur Eltern, die zu Hause blieben. Ging das Kind in eine Einrichtung, wurde das Geld dafür verwendet. Das nur noch mal nebenbei.

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