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Thema: Hausgeburt Pro oder Contra

  1. #1
    Avatar von fraubianca
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    Standard Hausgeburt Pro oder Contra

    Halli-Hallo an Alle,
    mien erstes Kind ist bereits per Hausgeburt zur Welt gekommen, nun ist das zweite Kind unterwegs und ich möchte gern wieder zu Hause gebären.
    Mein Partner allerdings hat da immer noch so seine Vorbehalte, obwohl auch er von der ersten Hausgeburt und der engmaschigen Begleitung durch die Hebamme begeistert war.
    Er hat Sorge, daß die Hebamme eben nicht alle Risikien ausschliessen und im äußersten Notfall nicht sofort eingreifen kann.
    Viele andere Mütter haben auch auf meine erste Hausgeburt bereits sehr negativ reagiert. Ich möchte nun sichergehen und ganz genau Pro und Kontra abwägen.
    Wie sind Eure Erfahrungen, bzw. wie denkt Ihr über dieses Thema?
    Viele Grüße,
    FrauBianca

  2. #2

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    Standard

    Wer sich darauf einlassen kann auf die schnelle medizinische Hilfe zu verzichten und trotzdem entspannt zu Hause entbinden kann,für den wird es bestimmt eine tolle Erfahrung.
    Für mich stand diese Thematik nie zur Debatte. Ich wollte im Falle eines Falles die bestmögliche und vor allem schnelle Versorgung fürs Kind oder für mich.Da nahm ich das Krankenhaus in Kauf .Wenn man sich vorher informiert ,kann man schon auch im Krankenhaus sehr entspannt und in ruhiger Athmosphäre entbinden,ohne auf etwas verzichten zu müssen. Denn EIN Verzicht,nämlich den der schnellen Hilfe muss man bei einer Hausgeburt eingehen. Darüber muss man sich im klaren sein.
    Natürlich gibt es die Argumente ,dass bei den wenigsten Geburten Komplikationen auftreten und dass man sich auf sich selber und die eigenen Kräfte verlassen sollte usw.
    Ich habe 3 Kinder im Krankenhaus entbunden und habe mich wohlgefühlt. Schmerzen hat man so oder so. Ob zu Hause oder in der Klinik. Ich wollte dass sie vorbei sind und mein Kind sehen.Das war für mich wichtig. Die Möglichkeiten zu entbinden,ob Badewanne, Gebärhocker, Liegen ,Hocke usw. sind auch im KH vorhanden und man hat alle Freiheiten sich auszusuchen wie man es selber am liebsten hätte.
    Viele denken ,die Geburt wäre ein Event und stellen sich vor wie entspannt und schön sie alles haben wollen. Ja ,wenn da nicht die Schmerzen wären. Da ist einem egal,ob Kerzen brennen,der Raum in bunte Tücher gehüllt ist und Entspannungsmusik läuft.Man ist so mit sich selber beschäftigt. Da könnte eine Maidemonstration am Bett vorbeimaschieren,egal.

  3. #3

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    Standard Hausgeburt!!! Eher nicht ...

    Also für mich stand eine Hausgeburt auch nie zur Debatte. Zum einen konnte ich mir das platztechnisch schon mal gar nicht vorstellen (aber das ist ja bei euch anscheinend nicht das Thema, nachdem du schon eine Hausgeburt hinter dir hast :-)) und ganz ehrlich - ich habe es schon genossen, dass ich nach der Entbindung in ein wunderschönes frisches Bett umziehen konnte und den Kreissaal so wie er ist hinter mir lassen konnte

    Dann natürlich die medizinische Versorgung, während und nach der Geburt (ich musste beide mal genäht werden) und auch die Ruhe nach der Geburt. Beim ersten fand ich super, dass ich bei der Versorgung von den Schwestern noch sehr viel lernen konnte und beim zweiten war ich dann ausserdem noch froh, weil ich extreme Nachwehen hatte.

    Ich hatte beide male keine Problemschwangerschaft, beim ersten war aber dann doch sicherheitshalber der Kreissaal auf einmal ein halber OP mit Sauerstoff für das Kind usw. und beim zweiten ging es dann plötzlich so schnell, dass ich auch froh war, dass jemand da war :-))) Auch wie susiharun schon gesagt hat - man hat mehrere Möglichkeiten für eine Entbindung als zuhause. Und auch da kann ich susiharun nur zustimmen - wir hatten auch Öle und CD´s beim ersten Kind dabei - das konnte mir alles gestohlen bleiben

    Auch muss ich ganz ehrlich gestehen habe ich es genossen, dass ich mich in Ruhe von der Geburt erholen konnte. Die erste war sehr anstrengend, die zweite hat mich um eine Nacht Schlaf gebracht. Ich konnte ruhigen Gewissens die letzten Stunden Schlaf in Ruhe geniessen, konnte mich in Ruhe erholen und einigermasen gestärkt wieder heim kommen. Gerade beim zweiten habe ich es schon noch ausgenutzt erst mal wieder fit zu werden und die "Männer" haben ihre Zeit zusammen auch bestens ausgenutzt - fand ich für den Großen dann auch sehr wichtig, weil sobald das Geschwisterchen dann da ist dreht sich erst mal das meiste um das Baby. Ich habe mich dann aber auch tierisch darauf gefreut wieder heimzukommen .

    Ein absolutes Ja oder Nein kann man da denke ich dazu nicht geben und man kann da über niemanden urteilen - es muss jedem selber überlassen werden.
    Für mich war die Unterstützung, Hilfe und Sicherheit auf jeden Fall sehr wichtig.

  4. #4

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    Standard

    Ich hatte zwei völlig normale Schwangerschaften, bei denen ich mich außer der anfänglichen Übelkeit sehr wohl gefühlt habe und mich trotzdem für die Klinik entschieden. Im Nachhinein zum Glück, die erste Geburt war schwer und die zweite noch schwieriger. Bei der zweiten haben zwei Ärztinnen (davon eine Chefärztin) und vier Hebammen versucht, dass Kind aus mir herauszubekommen. Näher erläutere ich das jetzt nicht, es ist zum Glück alles noch geradeso gut gegangen für den Kleinen und für mich, aber bei einer Hausgeburt hätte das sicherlich nicht geklappt.
    Ich habe mich in der von mir ausgesuchten Klinik sehr wohl gefühlt und wie schildi auch beschreibt, habe ich die kurze Zeit mit dem Kleinen allein genossen und mich erholt und der Papa war währenddessen mit dem Großen zu Hause.

  5. #5

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    Frage

    Ich weiß gar nicht, was das für eine besondere Erfahrung sein soll, zuhause zu entbinden. Ist nicht die Geburt an sich die besondere Erfahrung?
    Welche besondere Erfahrung soll es wert sein, für mein Neugeborenes nicht die schnellste und bestmögliche medizinische Versorgung bereit zu haben?
    Klar wurden früher die meisten Kinder zuhause geboren und meist ohne Komplikationen, aber meist nur weil die Frauen nicht die Wahl hatten.

    Aus heutiger Sicht habe ich dafür kein Verständnis.
    Ist man dann eine bessere Mutter oder ist die Bindung zum Kind größer, wenn man dafür den Mut beweist? In meinen Augen ist die Entscheidung für eine Hausgeburt egoistisch und leichtsinnig. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

    Jedem steht es natürlich offen, zu tun was er nicht lassen kann, und Diplomatie oder Verständnis meinerseits braucht es ja zum Glück nicht ; )

  6. #6
    Avatar von fraubianca
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    Standard

    @juliane80:
    Welche besondere Erfahrung soll es wert sein, für mein Neugeborenes nicht die schnellste und bestmögliche medizinische Versorgung bereit zu haben?

    - Also, als verantwortungslos möchte ich mich an dieser Stelle nicht bezeichnen lassen!
    Ich war weder egoistisch, noch wollte ich irgend jemandem "Mut" beweisen, als ich mich für die Hausgeburt entschied!
    Ich bin während der gesamten Schwangerschaft lückenlos durch eine sehr erfahrene Hebamme und auch durch die Gynäkologin betreut worden. Wäre bei den intensiven Untersuchungen auch nur ein kleines Detail nicht in Ordnung gewesen, wäre ich natürlich sofort ins Krankenhaus gegangen,keine Frage!
    Wenn es nach mir ginge, würde auch das zweite Kind per Hausgeburt zur Welt kommen: Für mich gibt es nichts Entspannteres als die gewohnte Umgebung und die Menschen, die man liebt um sich zu haben!
    Letzlich habe ich die Frage auch nur ins Forum gepostet, weil mein Partner so seine Bedenken hat und ich einfach mal andere Kommentare und Meinungen lesen möchte, die wir dann gemiensam für die zweite Geburt auswerten können, denn immerhin ist es ja UNSER Kind.
    Es wäre nur schön, dabei auch auf einer mögl. sachlichen Ebene bleiben zu können, denn ich finde es eher müßig, mich hier an dieser Stelle für meine erste Hausgeburt rechtfertigen zu müssen!

  7. #7

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    Standard Pro Hausgeburt

    Also:
    Ich habe bei meiner ersten Tochter in einem Krankenhaus entbunden und kann nur sagen: Nie wieder! Es ist wahrscheinlich nicht üblich, dass wie in meinem Fall, weder die Hebamme, noch der Arzt im Kreißsaal anwesend sind, wenn der Kopf kommt, aber auch meine Erlebnisse mit dauertelefonierenden Zimmernachbarinnen waren nicht berauschend.
    Daher haben wir uns beim zweiten Mal für eine Hausgeburt entschieden und habe es keine Minute bereut.
    Unsere große Tochter (damals 4 Jahre) konnte dabei sein, so wie sie es sich gewünscht hatte. Die Betreuung durch unsere Hebamme war sehr individuell.
    Nach der Geburt konnte ich im heimischen Badezimmer duschen, während die Hebamme das Bett frisch bezogen und die Waschmaschine gefüllt hat.
    Für den Haushalt und die Betreuung hatten wir in den Tagen nach der Geburt eine Familienpflegerin (bezahlt die Krankenkasse), da mein Mann keinen Urlaub nehmen konnte.
    Ich muss sagen, die Betreuung von mir und meinen Kindern war perfekt!
    Ich würde mich nie wieder anders entscheiden.

    Kurz zur medizinischen Versorgung: 6 Wochen nach der Geburt meiner ersten Tochter habe ich ein Schreiben vom Krankenhaus bekommen: eine Reinigungskraft hat die Diagnose TBC und ich solle mit meiner Tochter sofort den Kinderarzt aufsuchen, um sie testen zu lassen...
    Auch das ist sicher nicht Standard, aber man sieht daran, dass die absolute Sicherheit einfach nicht möglich ist.

  8. #8

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    Standard

    @fraubianca:
    Bin leider kein geübter Forumschreiber und es tut mir leid, wenn dich meine Meinung persönlich betroffen macht. Das war wirklich nicht meine Absicht. Ich habe dir geantwortet, weil kürzlich meine Freundin mit dieser Überlegung auf mich zukam. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, klar habe ich ihr gegenüber deutlich zurückhaltender geantwortet. Aber es hat mich tatsächlich schockiert, warum Sie sich eine Hausgeburt wünscht, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben. Deshalb ...

    @kamel68:
    ...danke für deinen Erfahrungsbericht. Zumindest weiß ich nun, dass auch eine Hausgeburt heutzutage deutlich komfortabler ist als ich mir das vorgestellt habe.
    Damit meine ich hauptsächlich auch die Betreuung der Mutter nach der Geburt.
    Ja leider, 100% Sicherheit gibt es wohl auch im Krankenhaus nicht.
    Über Dauertelefonie der Bettnachbarin hätte ich mich ganz sicher auch maßlos geärgert.
    Ich finde es beachtlich, dass die Geburt bei euch die ganze Familie einbezieht.
    Ich könnte mir nicht vorstellen, auch auf die Wünsche der Geschwister oder gar der Omas einzugehen. Dabei sein soll eigentlich nur mein Mann, wenn er das möchte. Ich hätte sogar etwas Sorge, dass eine 4-Jährige das alles nicht versteht und das Erlebnis eher schlecht verarbeiten könnte.

    Natürlich würde ich auch nicht in jede beliebige Klinik gehen wollen.
    Aber die Krankenhäuser im Umkreis von 20 km haben zum Glück einen guten Ruf.
    Wenn dem nicht so wäre, würde ich vielleicht auch anderes reden und mich mit den Alternativen beschäftigen.

    Liebe Grüße!

  9. #9
    Avatar von songoten
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    Standard

    Hmm ._.

    also ich kann gut verstehen, dass man sein Kind zu Hause in der vertrauen Umgebung zur Welt bringen möchte. Ein Krankenhaus ist ja nun mal... nicht gerade der schönste Ort. Und dann fühlt man sich als kranke Person... dabei ist schwanger sein ja auch keine Krankheit
    Es gibt auch viele, die Angst vorm Krankenhaus haben und grad beim ersten Kind kann ich mir vorstellen, dass es viel entspannter wird, was ja auch die geburt erleichtert, so viel ich weiss. Und wenn es da wirklich große Risiken wegen der medizinischen Versorgung geben würde, würde das heut zu Tage ja gar nicht mehr möglich sein, oder?

    btw ich find schade, dass im Forum (ist in anderen auch so) alles immer auf die Goldwaage gelegt wird und man jeden Satz mit "das ist jetzt nicht böse gemeint" beenden muss vor allem, wenn keiner direkt angesprochen wird, denn es soll ja schon jeder seine Meinugn sagen dürfen, finde ich eigentlich ist es doch ganz selten so, dass ein User einen anderen richtig direkt angreifen will...



  10. #10
    Avatar von fraubianca
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    Standard Hausgeburt

    Hallo Songoten,
    na, vielleicht habe ich etwas überreagiert, als ich mich angegriffen gefühlt habe - ich mußte mir nur in Bezug auf dieses Thema bereits so viel gefallen lassen. Wie auch immer: Ist Alles von uns Allen nicht böse gemeint, das ist wahr!
    In der Tat war ein weiteres Kriterium als Überlegung zur Hausgeburt, die schlechten Erfahrungen im Krankenhaus von Frauen in meinem Umkreis!
    Der Einen haben sie das Baby viel zu früh aus dem Leib geholt, weil der Termin falsch berechnet worden war! das Kind hat die ersten 3 Monate fast nur geschrien und die Familie mußte in die Schrei-Ambulanz.
    Miene beste Freundin haben sie mit wehenanregenden Mitteln im Körper auf das Gelände vor das Krankenhaus geschickt. "Na - nun laufen Sie mal, das regt die Wehen nocht mehr an!" das Ganze ging dann über 10 Stunden so und am Ende mußte das Kind geholt werden, weil meine Freundin keine Kraft mehr hatte.
    Bei der Geburt einer dritten Bekannten haben sich gleich 2 Ärzte mit voller Kraft auf Deren Bauch gestützt und das Kind "herausgepresst". "Da warten noch 3 Andere - wir machen mal schnell fertig!". Achja - vorher haben sie den Mann rausgeschickt!
    Eine 4. Frau lag mit einer jungen Jugendlichen im gleichen Zimmer, die ständig ihr Neugeborenes beschimpfte, weil sie ungewollt schwanger geworden ist
    Ich habe mir nur vorgestellt, unter Neonlicht, in einer fremden Umgebung, mit fremden Leuten , die da irgend etwas mit meinem Körper und meiner Seele veranstalten, wo ich 0 Einfluss drauf habe....da hats mich einfach gegruselt und ich war mir sicher, daß ich (wenn möglich) zu Hause entbinden wollte.
    das hat ja auch gut geklappt, aber wer weiß, ob es beim zweiten Mal genauso gut funktioniert?
    Sind Geburtshäuser eigentlich eine Alternative?
    Hat irgend jemand von Euch Erfahrungen mit Geburtshäusern?
    - Das wäre vielleicht auch noch mal ganz spannend abzuwägen.

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