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Thema: Thema Vornamen

  1. #11
    Avatar von songoten
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    Zitat Zitat von Michael Mittermeier
    „Nur Drogenkinder und Ossis heißen Kevin“
    Gehts noch?

    Sind wir für die "Wessis" wirklich so dermaßen das Letzte?

    Osten = Unterschicht?



  2. #12
    Avatar von ponymaedchen
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    In unserem ostdeutschen Kindergarten gibt es natürlich auch viele Kinder mit angloamerikanischen Vornamen. Ich würde das aber nicht eindeutig und ausschließlich an einer "Schicht" festmachen wollen. Ich finde, es hat ganz viel mit dem Alter zu tun. Hier gibt es eben viele relativ junge Mütter (so um die 25), die einfach die Namen von Popstars und Hollywoodgrößen schön finden.

  3. #13
    Avatar von lausigel
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    Standard Angloamerikanische Vornamen u. junge Mütter

    @Ponymädchen: Es ehrt dich wirklich, wenn du versuchst, das ein bisschen zu relativieren. Ich sage auch nicht, dass das bei alle Kinder mit angloamerikanischen Vornamen verhaltensauffällig oder einer bestimmten Schicht zuzuordnen sind. Die Tendenz geht aber ganz klar in diese Richtung.

    Es gibt junge Mütter, die sind weder in sich selbst noch in ihren Beziehungen gefestigt, d. h. die Kinder erleben oftmals wechselnde Vaterfiguren, leben oft von Hartz IV, werden der Bequemlichkeit halber oftmals vor dem Fernseher geparkt, anstatt, dass man sich um sie kümmert, sie beschäftigt und ihnen vor allem Bewegung und frische Luft ermöglicht.

    Noch einmal: Nicht alle sind so, aber relativ viele, sei es, weil sie noch zuviel mit sich selbst zu tun haben, aber schon in relativ jungen Jahren, ein, zwei oder mehr Kinder hatten, keine richtige Ausbildung hatten oder zu Ende machen konnten, logischerweise nicht bei ihrem ersten Partner blieben, weil sie noch nicht gelernt haben, ihre eigenen Interessen vor denen ihrer Kinder auch mal zurückzustellen oder ihnen zu einer Zeit nachzugehen, wo die Kinder anderweitig betreut werden oder schlafen und, und das ist wohl das Wichtigste, weil sie von keiner Seite (sei es Familie, Partner, Vater der Kinder, vielleicht auch dem Staat bzw. den Behörden) keine ausreichende Unterstützung erhalten.

    Mir tut es auch Leid, Leute in solche Klischees zu stecken, vor allem, weil es politisch nicht korrekt ist, die Erfahrung zeigt aber, dass sie leider nur allzu oft wahr sind. Und selbst wenn nicht, mittlerweile herrscht einfach diese Denkweise vor, auch wenn sie teilweise vorurteilsbehaftet ist. Ich denke da z. B. an einen Personalchef, der eine Lena bei ansonsten gleicher Qualifikation einer Chantal vorzieht.
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  4. #14
    Avatar von songoten
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    "Meine" "schwer-erziehbaren-Gruppe" bestand übrigens damals aus:

    Kevin *ggg*, Isabell, Robert, Severin, Nicole und Christin



  5. #15
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard Namen und Vorurteile

    Ich denk auch, dass Mütter es ihren Kindern mit amerikanischen Vornamen unnötig schwer machen. Erstens wegen dieser Vorurteile, zweitens weil zumindest hier in der Gegend viele die Namen nicht richtig aussprechen und dann wird es nun wirklich zu unfreiwilliger Komik.
    Aber über junge Leute oder solche aus den bildungsfernen Schichten (oder wie auch immer man es nennen mag) herzuziehen ist natürlich auch einfach. Genauso gesellschaftsgefährdend wie die "abgehängten" Kinder find ich verzogene Kinder reicher Leute, und da wächst die Zahl doch wohl auch derzeit. Da lässt sich wiederum eine gewisse Korrelation mit klassisch-deutschen und biblischen Namen finden - was genauso wenig drüber sagt, ob Noah verzogen ist oder nicht.

  6. #16

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    @ponymädcheneinem Beitrag kann ich nur zustimmen.
    Zudem bin ich manchmal am überlegen ob mir nicht ab und zu die bodenständigen Eltern mit den Kevins,Justins oder Chantals lieber wären als unsere verzogenen Kinder dieser Gegend namens :Charlotte, Emma ,Martha ,Bruno oder Hugo.
    Manchmal kotzt mich das übertriebene Ökogetue, verzogene und überhebliche Kinder, die ganzen Freiberufler die ständig und überall zu spät sind,das Überengegement bezüglich der Kinder (wir wissen alles besser als Erzieher und Lehrer ) einfach nur noch an.

  7. #17

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    Standard Also...

    ...ich finde es toll, dass alle andere Namen schön finden.

    Ich war zu meiner Kinderzeit mit einem sogenannten Modenamen gestraft: 7 Mädchen mit dem gleichen Vornamen in der 5. Klasse! Grausam: Wir wurden nur mit dem Nachnamen aufgerufen

    ...Und ein Name wird doch immer dann schön, wenn man etwas Positives damit verbindet: Also denkt positiv von Kevins und Brunos und SCHAKELINES! die Kids können am wenigsten für ihre Namen!

  8. #18
    Avatar von lausigel
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    Standard Besser interessiert als desinteressiert

    @Ponymädchen und Sushiharun:

    Nicht jedes Kind aus bildungsbeflissenem Elternhause ist gleich verzogen. Ich habe durch die Bank die Feststellung gemacht, dass es gerade die Eltern der Emmas, Hugos, Philipps usw. sind, die an ihren Kindern interessiert sind, die es sich eben nicht zu einfach machen und sie vor die Glotze setzen oder noch schlimmer - im Kinderzimmer eigene Fernseher haben, obwohl für alles andere kein Geld da ist.

    Es ist nun mal leider so, dass bestimmte Schichten bestimmte Namen vergeben und die gutbürgerliche Mittelschicht ist eben materiell besser gestellt.

    Es sind doch gerade diese Eltern, die bemüht sind, alles richtig zu machen, die sich für Bildungs- und Erziehungsthemen interessieren, ihren Kindern Grenzen zu setzen, Bildung, Freude an Bewegung, ökologisches Bewusstsein usw. zu ermöglichen. Im Zweifelsfall ist mir das noch lieber bzw. finde ich verwöhnte Mittelstandskinder weniger schlimm, bemühen sich ihre Eltern doch zumindest um sie und leben ihnen Werte vor, auch wenn sie dabei Fehler machen (und das auch dürfen).
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  9. #19
    Avatar von ponymaedchen
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    Richtig, nicht jedes Kind aus bildungsbeflissenem Elternhause ist gleich verzogen.

    Ebenso ist nicht jedes Kind von Hartz IV-Empfängern vernachlässigt. Ich kenne wunderbare Kinder, die können jeden Käfer mit Namen benennen, weil ihre Eltern sich mit ihnen beschäftigen, und zählen zu den Klassenbesten, weil ihre Eltern ihnen (ihrem eigenen Schicksal zum Trotz) vermitteln, dass es sich lohnt, sich zu bemühen. Manche von ihnen heißen Jacqueline oder Jason. Ich mag sie trotzdem.

  10. #20
    Avatar von lausigel
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    Standard Und mir

    tun sie einfach nur Leid, denn in einem Bewerbungsgespräch werden sie mit einer "Lena" oder einem "Philipp" nicht konkurrieren können und seien sie noch so gut.

    Außerdem kann ich nicht glauben, dass jemand, der sein Kind "Jaqueline" nennt und "Schakkeline" (oder, wie hierzulande "Tschak-lin" ruft), sein Kind andererseits dazu animiert, Käfer zu benennen.

    Es gibt durchaus auch bildungsbeflissene Hartz-IV-Eltern, oft sogar mit abgeschlossenem Studium, aber von denen würde keiner seinem Kind einen Vornamen alà Kevin, Justin, Chantal oder Jaqueline geben.
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

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