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Thema: Bettnässen

  1. #1

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    Standard Bettnässen

    Hallo zusammen! Wir haben ein kleines Problem, das eigentlich keins sein sollte. Mein Großer ist 5 Jahre alt, tagsüber trocken, aber nachts muss er noch Windel trage. Wir haben es immer mal wieder erfolglos probiert. Dazu muss ich aber gleich vorausschicken, dass ich es prinzipiell nicht eilig habe, aber auch die Wascherei mich nicht über die Maße stört. Auch ist er ein Kind, das generell häufig Pipi muss, auch tagsüber. Das nennt man glaube ich Konfirmandenbläschen.
    Fakt ist aber, dass er nachts einfach nicht aufwacht, wenn es anfängt zu laufen. Wir haben auch schon versucht, ihn zu wecken und ihn dann auf Klo "geschleift". Das hat aber auch nicht wirklich funktioniert. Der Kinderarzt sagte mir, dass es in dem Alter noch überhaupt kein Problem darstellt und wir einfach abwarten sollen und es von selbst kommt. Es ist wahrscheinlich eine Reifeverzögerung des Gehirns. Naja, und das wäre jetzt ja alles kein Problem, wenn wir nicht letztes Wochenende mit ein paar anderen Familien beim Zelten gewesen wären. Wir hatten die Windel zwar ganz unauffällig im Zelt an- und ausgezogen, aber er hat da wohl mitbekommen, dass alle anderen Kinder in seinem Alter ohne Windel geschlafen haben.
    Und jetzt will er seit ein paar Tagen wieder ohne schlafen. Zweimal hat es geklappt, dreimal nicht. Jetzt weiß ich nicht, ob wir es einfach durchziehen sollen, weil er es so gerne möchte, oder ob wir ein Zeitlimit vereinbaren sollen (jeden Tag die Bettwäsche waschen ist halt schon ein Aufwand, vor allem, wenn nichts dabei rauskommt und auch für ihn ist das nasse Aufwachen nicht wirklich schön). Vielleicht habt Ihr ja auch schon ähnliche Erfahrungen hinter Euch und ein paar Tipps, wie ich ihm helfen kann. Ich würde mich sehr über Ideen freuen!!!

  2. #2

    Standard

    Hallo waldwichtel!
    Wenn Dein Sohn unbedingt ohne Windel schlafen möchte, würde ich das durchziehen. Wir haben unsere Söhne immer anfangs noch zur Toilette getragen, bevor wir ins Bett gegangen sind, haben sie draufgesetzt und entweder es kommt etwas oder nicht. Auch wenn das Bett morgens nass ist, mach keine Worte darüber ziehe es ab
    (moltontücher schützen die matraze), dusch Deinen Zwerg und gehe zum Alltag über. Klar hat man am Anfang mehr Wäsche, aber es ist auch nicht schön für Deinen Sohn, wenn Du ihn "überredest" eine Windel zu tragen. Dann leidet unter Umständen sein Selbstwertgefühl (Mama traut es mir nicht zu). Irgendwann schafft er es. Aber auch da haben wir es nur kurz erwähnt und sind dann zum Alltag übergegangen.
    Als unser Sohn mit 3 auch nachts keine Windel wollte, habe ich sie weggelassen. Ich habe nicht gesagt, jetzt brauchst du keine Windel mehr, aber wenn er sie selber nicht mehr will, habe ich ihm auch keine umgetan. Es ging am Anfang fast jede Nacht daneben. Auch heute geht noch etwas daneben. Nach ca. 3 Monaten aber nur noch 2-3 mal die Woche - es wird weniger und so klappt das bei Dir auch

  3. #3

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    Ich würde das Ganze auch ohne Windel durchziehen. Die erste und wichtigste Erkenntnis hat er schon gewonnen: Andere in seinem Alter schlafen ohne Windel !Daran würde ich anknüpfen und konsequent die Windel weglassen. Wir haben das Molton übergangsweise aufs Laken gelegt. Die Kinder hats nicht gestört und ich brauchte nur dieses Teil zu waschen und nicht ständig das Laken wechseln.Wir haben dünne Decken ,die man problemlos in der Maschine waschen kann und die abends wieder trocken sind. Komplett bezogen rein in die Maschine ,trocknen und wieder aufs Bett. Mikrofaserbettwäsche trocknet auch sehr schnell.Man wird erfinderisch mit der Zeit und hat irgendwann nicht mehr den Riesenaufwand ,wenns mal danebengeht.

  4. #4

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    Standard Durchziehen!!!!!!!!!!!!

    Hallo,
    Ihr Sohn will ohne Windel schlafen und das ist doch das Beste Signal, dass man ihn unterstützen sollte! Und gerade jetzt im Sommer (Wäsche trocknet, nachts aufstehen ist gut machbar) ist das alles doch viel einfacher!
    Wir haben unsere Töchter in dieser Phase des "sauber" werdens konsequent geweckt bevor wir selbst zu Bett gegangen sind und haben sie auf die Toilette gesetzt. Wenn´s nicht gleich geklappt hat, haben wir auch schon mal kurz den Wasserhahn laufen lassen.

  5. #5

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    Standard

    Vielen Dank Euch allen! Das hat mir in jedem Fall schonmal geholfen, eine Richtung einzuschlagen. Auch tut es gut, zu hören, dass auch andere hier Erfahrungen gesammelt haben und wir nicht alleine da stehen.
    Sehr unsicher war ich einfach auch nach unserem Kinderarztbesuch, der sagte, alles Training nützt nichts, solange die Gehirnreifung nicht fortgeschritten ist. Da hat er zwar teilweise recht und hat mir auch Druck genommen, aber in der Situation, dass mein Großer es eher in Kauf nimmt, morgens nass aufzuwachen, statt den einfacheren Weg mit Windel zu wählen, hilft das natürlich nicht. Da fand ich auch Deinen Einwand @schraubendreher0815 wichtig, dass es hier einfach auch um das Selbstwertgefühl meines Sohnes geht, wenn ich es ihm ohne Windel nicht zutraue. Schwierig ist einfach auch, dass sein kleiner Bruder eigentlich schon nachts ohne Windel könnte, wir das Ganze nun aber rauszögern, damit der große Bruder nicht noch mehr unter der Situation leidet, es "einfach nicht zu schaffen".

  6. #6
    Avatar von ponymaedchen
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    Als Arbeitsersparnis im "Unglücksfall" haben sich bei uns die Spannbettücher 673885 bewährt, da bleibt wenigstens die Matratze trocken. Allerdings braucht man zwei im Wechsel, da man sie nicht in den Trockner stecken sollte und sie wegen ihrer Wasserundurchlässigkeit auch nur langsam trocknen.

  7. #7
    Avatar von lausigel
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    Standard Gleiches Problem

    Hallo Waldwichtel,

    bei mir rennst du offene Türen ein. Meine Tochter wird im Oktober 4 und wir haben das gleiche Problem. Tagsüber ist sie seit einem Jahr wunderbar trocken, nur nachts braucht sie ihre "Windi". Neulich wollte sie unbedingt mal ohne schlafen, ich hab es dann auch gemacht (gegen die Widerstände meines Mannes, muss ich dazu sagen). Ich achte seit jeher darauf, sie vor dem Schlafengehen nochmal aufs Klo zu setzen. Einmal ist sie aufgewacht, schnell was trockenes an und Bettlaken drunter und wieder weitergeschlafen. Morgens war sie zwar wieder nass, aber ich hab sie gelobt, dass sie es ohne Windel geschafft hat.

    Ich bin noch dabei, meinen Mann zu überzeugen, der für die Folgenächte wieder für die Windel plädiert hat.
    1. Man wird nie ganz verhindern, dass es auch später mal ein Malheur gibt. Ich hab als 8jährige kurz vor dem Aufwachen vom Toilettengang geträumt, da war es passiert. Und dann denke ich, wenn Kinder sich im Bett erbrechen, ist das noch eine ekligere Angelegenheit, die man auch nicht verhindern kann.
    2. Jetzt im Sommer trocknen die Sachen sehr schnell. Selbst wenn was auf die Matratze kommt, kann man die auf den Balkon, die Terasse oder in den Garten stellen.

    Meine Schwiegermutter meint, das Beste wäre, abzuwarten, bis die Windel morgens von selbst trocken ist, aber das ist doch Kokolores. Beim Tagsüber sauber werden haben wir sie schließlich auch weggelassen und wieviel ging anfangs daneben! Das haben wir da ja auch in Kauf genommen, sonst hätte sie womöglich noch heute ihre Windel.

    Ich hab eine Belohnungskiste daheim, mit lauter kleinen Gummibällen, Pixibüchern, Aufklebern, Give-Aways von Jacko-O (Tatoos, Kreisel usw.), da wird sie sich dann für jede Nacht ohne Windi was raussuchen können (also trotz "Reinpieseln"). Da sie sich für ihr Fahrrad einen Puppenkorb wünscht, damit der Löwe mitfahren kann, habe ich einen solchen besorgt, sie kriegt ihn aber erst dann, wenn sie nachts trocken ist. Irgendwann werden die Belohnungen halt wieder zurückgefahren, dann sage ich einfach, dass die Windelfee auch zu anderen Kindern muss oder sowas in der Art.

    Da ich ab morgen mit ihr eine Woche zu meinen Eltern fahre (mein Mann will die Wohnung streichen und es hat sich rausgestellt, dass das besser geht, wenn wir nicht da sind ), werde ich es bei der Oma versuchen. Wer weiß, wie der Papa schaut, wenn ein nachts trockenes, großes Mädchen heimkommt!

    Sie muss ja auch merken, dass sie Harndrang hat. Hat sie die Windel an, verlässt sie sich auf diese. Ich habe auch schon überlegt, übergangsweise wieder das Töpfchen aus dem Keller zu holen und nachts ins Zimmer zu stellen, dass der Weg zum Bad nicht so weit ist. (Wir haben im Flur und im Kinderzimmer ein Nachtlicht, aber wir müssten im Bad auch die ganze Nacht ein Licht anlassen, ich denke, das schafft sie wahrscheinlich noch nicht).

    Die Erzieherin im Kiga meinte übrigens, dass es noch viele Kinder gibt, die nachts eine Windel brauchen. Einen 5jährigen Jungen kennen wir auch, der noch nachts gewickelt wird und sie, die Erzieherin, hat ihren Sohn auch bis 5 gewickelt. Mein Mann war auch 5, als er endgültig windellos war. Vielleicht sind die Jungs da auch ein bisschen "Spätzünder".
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  8. #8

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    Standard

    Toll, durch den Austausch im Forum sehe ich das Ganze jetzt echt gelassener!!!Naja, und nasse Wäsche ist im Sommer ja echt nur halb so schlimm.
    @ponymaedchen: Die beschicheten Laken hatte ich letztens zufällig im Aldi entdeckt und zwei mitgenommen. Ich hatte bisher die Moltonunterlagen und auch solche für das ganze Bett, aber es hat nie wirklich dicht gehalten. Das war echt sehr frustrierend! Diese beschichteten sind aber echt gut und im Sommer reicht jetzt ein Tag zum Trocknen. Ich hatte gar nicht dran gedacht, mal bei Jako-o danach zu gucken. Das ist gut zu wissen, falls unser "Training" sich über die heißen Tage hinweg ziehen sollte.
    @lausigel: Ja, das ist bei uns auch so, die Entwicklung tagsüber lief total "nach Plan". Lukas war sogar recht früh dran und vor allem das große Geschäft hat er schon ganz früh nicht mehr in die Windel gemacht. Mit dem Kindergartenbeginn hatte er dann plötzlich einen Rückschritt gemacht und kam oft mit Wechselklamotten heim. Er hat sich aber von Anfang an wohl dort gefühlt und war integriert, so dass es daran nicht gelegen haben kann. Wir waren dann aber etwas unter Zeitdruck, da er im Waldkindergarten ist und nach dem Herbst ja der Winter kommt und er da sicher trocken sein sollte. Das hat dann auch schnell geklappt, aber nachts ist es wie verhext.
    Das mit der trockenen Windel am Morgen hatte ich auch mal als Maßstab gehabt, aber wahrscheinlich hast Du recht mit dem Kokolores.
    Was wir wohl aber nicht vorraussetzen können ist, dass die Kinder nachts den Harndrang spüren, da es sich in den meisten Fällen um eine Reifeverzögerung des Gehirns handelt, also das Signal, dass die Blase voll ist, nicht (rechtzeitig)gesendet wird, damit das Kind aufwacht. Auch gibt es ein Hormon (ADH), das bewirkt, dass die Harnproduktion nachts gedrosselt wird. Naja, ich bin da kein Fachmann, aber es hilft, zu verstehen, dass es nicht Bequemlichkeit ist, sondern er einfach nichts dafür kann.
    Aber wir werden weiter üben, so lange er jetzt durchhält (und ich ...). Heute morgen meinte er zu mir, nachdem das Bett wieder zweimal in einer Nacht nass war. "Aber das schaff' ich schon, gell Mama!"

  9. #9

    Standard

    Mir hat mal eine Mutter mit einem 17 jährigen und einem 2 jährigen Sohn gesagt. Ich nehme das alles nicht mehr so eng. Mit 15 wollen sie nicht mehr gefüttert werden, schlafen nicht mehr in unseren Betten (und kommen auch nachts nicht mehr) und brauchen auch keine Windel mehr bzw. machen auch nicht mehr ins Bett.
    Hilft mir manchmal wenn wieder beide Jungs nachts zu uns ins Bett kommen und der Platz eng wird. Ich habe normalerweise keine Probleme damit und geniesse es - aber zu viert ist es in unserem Bett halt dann doch etwas eng. Wäre für mich allerdings kein Grund die Kinder wieder ihr Bett zu schicken. Meine Geschwisten und ich durften das auch und haben es immer genossen und es gehört mit zu unseren schönsten Kinheitserinnerungen.

  10. #10

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    Standard

    Ja, da hast du recht schraubendreher, viele Sachen erledigen sich irgendwann von selbst und manches vermisst man im Nachhinein. Wir haben auch lange zu viert im Bett geschlafen, was manchmal auch echt eng war, aber mit dem neuen Hochbett vor ein paar Monaten hat sich das ganz schnell von selbst reduziert. Aber ich muss auch sagen, dass ich es total genieße, mit meinen Jungs noch kuscheln zu können, weil sie sind halt auch mit 5 und 3 noch meine "Babys".
    Was die Windel anbelangt, ist meine größte Sorge einfach, etwas falsch zu machen: ihn zu sehr unter Druck zu setzen, zu wenig zu fordern, zu früh oder zu spät etwas zu unternehmen, und, und, und. Aber manchmal hilft es vielleicht auch, sich einfach keine Gedanken zu machen und die Sachen einfach auf sich zukommen zu lassen, was aber leider nicht immer so bei mir klappt.

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