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Thema: Bettnässen

  1. #31
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard Nachts trocken ist eben nur bedingt trainierbar

    @lausigel: tagsüber ohne Windel ist wesentlich besser durch Training zu erreichen als nachts. Man kann das gut in den ostdeutschen Kindergärten beobachten. Diese (und daher auch die ostdeutschen Mütter) setzen die Kinder ab etwa 1 1/2 bis 2 mit aufs Töpfchen und dann sind die Kinder mit 2 1/2 zumeist tagsüber trocken. Einige merken zwar offensichtlich dann noch nicht, wann sie müssen, gehen aber halt aus Gewohnheit an bestimmten Punkten des Tages. Für mein Gefühl werden sie im Kiga zwar zu oft aufs Töpfchen/Klo gesetzt (soweit ich weiß, bei uns 5x von 8 bis 3 Uhr), aber da alle gehen müssen, ertragen sie es halt als gemeinschaftliche Verpflichtung.
    Da in Westdeutschland vor allem der Punkt "muss mit 3 trocken sein, um in den Kindergarten zu gehen" zählt, wird da üblicherweise später geübt. Wenn ich 3jährige Kinder tagsüber mit Windel laufen sehe, vermute ich ehrlich gesagt auch, dass die Eltern es sich bequem machen wollen. Denn ohne Windel muss man halt unterwegs auf Vorrat aufs Klo gehen und Wechselsachen mitschleppen.
    Und deshalb stimm ich dir, lausigel, hier zu: man muss sich und dem Kind schon was abverlangen.

    Die wichtige zusätzliche Voraussetzung für nachts trocken werden ist aber eben, dass der Körper nachts weniger Urin produziert, und das kannst du nicht durch Training beeinflussen. Nachts trocken heißt eben in der Regel nicht, dass sie dann lernen um Mitternacht aufzustehen und aufs Klo zu gehen, sondern dass sie einfach nicht mehr müssen!

  2. #32
    Avatar von lausigel
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    Standard Wir sind nachts noch am trainieren

    Momentan ist es so, dass ich sie auf die Toilette trage, bevor ich abends ins Bett gehe. Zur Not lasse ich den Wasserhahn laufen, danke für den Tipp, übrigens.

    Ich bin mit dieser Lösung nicht 100 %ig glücklich, aber sei's drum, andere haben es so offensichtlich auch geschafft, dass ihre Kinder irgendwann nachts trocken werden bzw. bleiben. Toi toi toi, bis jetzt war sie zweimal hintereinander trocken. Wir bieten ihr auch abends nichts mehr zu trinken an. Auch damit bin ich nicht zufrieden, muss aber sagen: Wenn sie Durstgefühle äußern würde, bekäme sie selbstverständlich was zu trinken. Aber so kehren wir das ein bisschen unter den Teppich, entweder sie fragt selbst nach oder eben nicht. Sie selbst ist immer ganz stolz, wenn sie morgens trocken aufwacht (muss dann aber logischerweise gleich aufs Klo, wie wir alle) und rennt dann immer zum Papa, um zu berichten.

    Jedenfalls ist mir das Gefühl lieber, aktiv etwas zu tun, anstatt nachts Windel um Windel hinzumachen, das Kind vier, fünf und älter werden zu lassen und darauf zu warten, dass die Windel trocken bleibt. Und ich habe einfach die Angst vor einem nassen Bett verloren. Wir haben jetzt so eine Unterlage besorgt (eine zum Wechseln) plus das Pampers-Zeug und das taugt wirklich wunderbar.

    @Ponymädchen: Ja, die Ersatzsachen, die verfolgen uns allerdings immer noch... Die brauchen wir zwar nicht mehr wegen des Einnässens, da gibt sie ja seit einem Jahr super Bescheid, aber bei uns sind die noch brauchbar, weil unsere es gerade im Sommer immer schafft, sich irgendwo richtig nass zu machen, einzukleckern usw. Ich fühl mich nach wie vor einfach sicherer damit.
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  3. #33

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    Standard Glücklich ohne Windel!

    Jede nicht benötigte Windel spart Ressorcen und entlastet die Müllberge!

    Also bleibt dran am "Trockenlegen" eurer Kinder.!!!!!!!!!!

    Ich habe übrigens noch einen Tipp!:
    Ab etwa 1,5 Jahren habe ich am Tag nur noch Billigwindeln verwendet. Hört sich hart an, aber wie soll ein Kind lernen, was ein Nässegefühl ist, wenn selbst mit Pipi in der Hose alles trocken bleibt.
    Wenn ich die alten Stoffwindeln von früher mit modernen Hightech-Windeln vergleiche, ist mir klar, warum immer mehr Kinder immer später "trocken" werden

  4. #34

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    Standard Biologisch bedingt

    Wir hatten das Problem zum Glück nicht, aber ich höre immer wieder, dass das Pippi gehen einfach biologisch bedingt ist. Klar, man kann ein Kind alle halbe Stunde damit traktieren aufs Klo zu gehen, ob es nun muss oder nicht. Ich habe das auch schon erlebt, als ein ca 1 1/2 jähriges Kind unbedingt trocken sein sollte und wirklich alle Nase lang vom Spiel weggerissen wurde und zu pinkeln - furchtbar. Stellt euch mal vor, ihr werdet alle 20 Minuten zum Pinkeln abkommandiert, egal was ihr grade tut. Das die Kinder früher schneller trocken waren, ist wohl nur eine Mär. Wieviele Menschen haben heute noch einen Psychoschaden, weil sie als Kind jeden Morgen geschlagen wurden, weil sie mit 4,5 oder 6 noch ins Bett gepinkelt haben? Und es hat natürlich niemand darüber geredet, deshalb hatte man den Eindruck, alle wären trocken. Kein Kind macht mit Absicht ins Bett oder in die Hosen. Manche können das mit 2 Jahren schon regulieren, die meisten so ab 3 und andere eben erst mit 6, wie hier ja auch schon eine Mutter geschrieben hat.
    Wer Windeln sparen möchte, kann doch wirklich einfach ein paar Stoffwindeln kaufen. Die Popolini z.B. sind sehr einfach anzuziehen und Überhosen gibt es auch in größeren Größen (ich glaube mittlerweile gibt es die sogar als Pull-ups, bin aber nicht sicher). Da merkt das Kind wenn es nass wird, aber es ist nicht gleich wieder die Hölle los mit Bettabziehen mitten in der Nacht etc. Die Kinder sind doch schon unglücklich genug, wenn sie noch nicht trocken sind. Im Gegensatz zu manch anderem hat das, glaube ich, nichts mit "zu wenig von unseren Kindern fordern" zu tun. Wenn man die Kinder läßt, werden sie doch von ganz alleine trocken, es braucht halt jeder seine eigene Zeit. Fritzchens Beitrag stimme ich da sehr zu.

  5. #35

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    Rotes Gesicht Ältere Kinder

    Meine Jungs sind fast 13 und machen noch immer regelmäßig ins Bett. Und langsam gebe ich die Hoffnung auf, dass sie noch trocken werden. Hat jemand Erfahrung mit älteren Kindern, die noch regelmäßig ins Bett machen?

  6. #36

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    Standard

    Zitat Zitat von suesommer Beitrag anzeigen
    Meine Jungs sind fast 13 und machen noch immer regelmäßig ins Bett. Und langsam gebe ich die Hoffnung auf, dass sie noch trocken werden. Hat jemand Erfahrung mit älteren Kindern, die noch regelmäßig ins Bett machen?
    Ich denke, Ihr solltet den Mut nicht verlieren. Bei meinem Großen gab es Unfälle, selbst als er schon 16 war, irgendwann war es ganz vorbei. Ich bin immer ganz gelassen damit umgegangen, für die Kids ist es auch so schon peinlich genug. Mein Jüngster hatte keine Unfälle mehr, nachdem er mit 3,5 keine Windeln mehr hatte. Dafür hat er einige Freunde, die immer wieder nächtliche Pannen hatten. Heute ist er 14 und hat einen Freund in seinem Alter, der häufig auch am Tage noch ausläuft (der hat es zu Hause nicht leicht). Der Freund ist oft bei uns, zieht sich um, wenn´s passiert ist. Nachts wechselt er das Laken selbst, es liegt immer eins zum wechseln bereit und gut ist. Weil wir auch viel unternehmen, trägt er bei längeren Autofahrten DryNites (freiwillig), das schont die Autositze und sorgt dafür, das er die Ausflüge auch genießen kann. Du siehst, Ihr seid nicht alleine mit Euren Problemen. Ich denke, in dem Alter habt Ihr die Reise durch die Diagnostik schon hinter Euch, vermutlich ohne Ergebnis. Dadurch, das Du 2 Auslaufmodelle (ist nicht böse gemeint ) zu Hause hast, hast Du auch eine Menge Arbeit. Vielleicht können Dich die beiden ja auch unterstützen und ihre Betten selbst beziehen. Hab Geduld und bleibe gelassen, ich bin sicher, auch Deine beiden werden es schaffen. Das Thema Windeln wird ja sehr kontrovers diskutiert, ich finde, das Kinder in diesem Alter diese Entscheidung selbst treffen sollten. Vielleicht kannst Du ja mal eine Probe von den DryNites bestellen (gibt es kostenlos) und sie es ausprobieren lassen. Viel Erfolg

  7. #37
    Avatar von lausigel
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    Standard

    Ich wollte mal wieder berichten:

    Es hat sich von selbst gegeben. Unsere Tochter (geb. Oktober 06) ist seit Januar nachts trocken. Um Weihnachten rum war sie krank und wollte plötzlich wieder unbedingt eine "Windi", aber wir haben festgestellt, dass sie, wenn sie die Windel hat, auch in diese reinmacht, und wenn sie keine hat, trocken bleibt. Sie konnte also recht gut unterscheiden. Edit: Ich hatte dieses nachts raustragen auch schnell wieder aufgegeben, richtig glücklich war ich damit ja nicht. Jetzt hält sie ohne Probleme und ohne Aufwecken und nachts rausnehmen durch. Ist wohl doch eine Frage der Biologie und des Durchhaltevermögens, also entwicklungsbedingt gewesen.

    Deshalb hab ich Anfang Januar, als sie wieder gesund war, die restlichen Windeln dem Kiga gespendet (für die Kleinsten) und ihr gesagt, wir haben keine mehr. Dann gings. Ohne Probleme.

    Immer wieder merke ich, dass man einfach mit Geduld durch gewisse Phasen muss und sich viel auch von selber gibt. Aber wenn man in dieser Phase selber drin ist, ist es sowas von schwierig... Ich bin immer jemand, der sich schwer tut, mit warten und aussitzen, ich möchte immer das Gefühl haben, "aktiv" irgendwas zu tun, aber das geht natürlich nicht in jedem Bereich...

    Im Kiga und im Bekanntenkreis ist es auch unterschiedlich. Es gibt Kinder, die brauchen noch mit 5 oder 7 eine Nachtwindel, bei anderen klappt es schon mit Zweidreiviertel Tag und Nacht.
    Geändert von lausigel (03.05.2011 um 08:30 Uhr)
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  8. #38

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    Standard Bitte niemals mit Wasserhahn!

    Zitat Zitat von lausigel Beitrag anzeigen
    Momentan ist es so, dass ich sie auf die Toilette trage, bevor ich abends ins Bett gehe. Zur Not lasse ich den Wasserhahn laufen, danke für den Tipp, übrigens.
    Bitte niemals mit Wasserhahn!
    Meine Eltern haben das mit mir gemacht, als ich klein war mit dem Ergebnis, dass ich bis heute aufs Klo muss, sobald irgendwo Wasser rauscht. Manchmal sogar dann, wenn ich kurz vorher war. (Dass das nicht sonderlich lustig ist, muss ich sicher nicht extra betonen)
    Also bitte tut euren Kindern das nicht an! Auch wenn es für euch jetzt bequem erscheint, weil es so wunderbar klappt, es besteht die Möglichkeit, dass ihr eure Kinder damit konditioniert, wie im berühmten pawlowschen Hundeversuch.



    Meine Tochter ist von heute auf morgen komplett trocken gewesen (auch nachts), da war sie 2 Jahre und 9 Monate. Sie hat noch lange nachts eine Windel gewollt und auch bekommen, obwohl sie früh immer trocken war. Es waren Höschenwindeln, die man hoch und runter ziehen konnte wie Slips. Sie ist nachts alleine aufs Töpfchen gegangen, wenn sie musste.
    Ich hab mit ihr kein Töpfchentraining gemacht, sie nur ab und zu mal drauf gesetzt beim Windeln wechseln, einfach um ihr Gelegenheit zu geben, sich dran zu gewöhnen und es auszuprobieren. Manchmal war was drin, manchmal nicht.
    Ich denke, die Kinder werden trocken, wenn sie soweit sind, nicht eher, auch wenn es vielleicht so aussieht.

  9. #39

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    Standard Falscher Thread

    Hallo!

    Zwischen "Bettnässen" und "Trockenwerden" besteht ein GROSSER Unterschied. Ich denke, man müsste hier zwei Threads eröffnen.

    Selbst beim Bettnässen wird zwischen zwei Typen unterschieden: der primären Enuresis und der sekundären Enuresis.
    Geändert von hanna66 (08.05.2011 um 15:19 Uhr) Grund: So reicht's auch.

  10. #40

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    Standard

    Zitat Zitat von suesommer Beitrag anzeigen
    Meine Jungs sind fast 13 und machen noch immer regelmäßig ins Bett. Und langsam gebe ich die Hoffnung auf, dass sie noch trocken werden. Hat jemand Erfahrung mit älteren Kindern, die noch regelmäßig ins Bett machen?
    In diesem Alter würde ich mit meinen Kindern zu einem guten Kinderurologen gehen. Bettnässen kann so viele Ursachen haben und heutzutagen gibt es so viel Möglichkeiten, um dem abzuhelfen.

    Wir haben damals viel Unterstützung und Hilfe bei einem Kinderurologen bekommen. Unser Sohn war bei ihm in der Uniklinik wegen Nierensteinen und wir haben dann auch das Problem vom Bettnässen angesprochen.
    Manchmal produziert die Niere statt tagsüber nachts viel Urin. Unser Sohn musste vor dem Schlafengehen noch einmal zur Toilette, dann mussten wir damals eine Woche lang den ersten Morgenurin und die nasse Windel wiegen, das Gewicht von einer trockenen Windel abziehen. Daraus ergab sich die Menge Urin, die nachts produziert wird. Der Kinderurologe hat die Werte dann mit den Normalwerten verglichen. Unser Sohn bekam abends ein Medikament und nach kurzer Zeit war das Problem gelöst und das Medikament konnte abgesetzt werden. Er ist seitdem nicht mehr rückfällig geworden.

    Ich hoffe, das ist eine kleine Ermutigung um sicher bei älteren Kindern (ab ca. 7 Jahre) nach der Ursache zu suchen und professionele Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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