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Thema: Schwierigkeiten bei Mietwohnungssuche

  1. #1
    Moderator Avatar von bello-o
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    Pfeil Schwierigkeiten bei Mietwohnungssuche

    Hallo!

    Vor einiger Zeit waren Bekannte von uns auf Mietwohnungssuche. Sie haben 3 Kinder, was die Wohnungssuche nicht vereinfacht. Manche Vermieter verweigerten es, die Wohnung zu vermieten, weil Kinder ja nur Blödsinn im Kopf haben, laut sind und randalieren.

    Mich würde interessieren, ob ihr auch schon von solchen Fällen gehört habt
    oder auch schon selber Erfahrungen damit gemacht habt.

    MfG Bello-o

  2. #2
    Avatar von elseken
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    Standard Oh ja!

    Erschwerend hinzu haben wir auch noch einen Hund. Also so ziemlich die unbeliebtesten Mieter die man sich vorstellen kann. Mit drei Kindern mussten wir allerdings nie suchen, unsere jetzige Bleibe haben wir mit zwei Kindern bezogen, aber auch dieses Mietshaus haben wir nur über Beziehungen bekommen. Unsere vorherigen Mietwohnungen, in einer kleinen Großstadt mit Uni, waren auch wirklich immer Wohnungen die sonst keiner haben wollte, da hat man uns dann "netterweise" einziehen lassen.

    Ohne Hund wäre es womöglich etwas einfacher gewesen, aber es klang schon oft genug durch, das man am liebsten ein "ruhiges Paar" als Mieter hätte.

    Da fällt mir noch ein, bei unserer letzten Wohnung kam die (anfängliche) Ablehnung gar nicht vom Vermieter, eine Wohngenossenschaft, sondern von den anderen Mietparteien.
    Als wir dann aber dort wohnten und man sich besser kennen lernte waren es sehr nette Nachbarn!

  3. #3
    Avatar von lausigel
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    Standard Das kann wirklich schwierig sein

    So wie ich es mitbekomme, kann es wirklich schwierig sein, mit Kind(ern) eine Wohnung zu finden, insbesondere dann, wenn es "mehrere" Kinder sind. Aktuell sucht in Bamberg eine siebenköpfige Familie eine Wohnung und findet nichts (was natürlich auch daran liegt, dass der Wohnungsmarkt dort aufgrund der hohen Studierendenzahlen leergefegt ist).

    Es soll sogar Vermieter geben, die extra reinschreiben "nur an kinderlose Paare [...]" zu vermieten. Haustiere sind manchmal vermutlich weniger ein Hindernis. Man will sich vermutlich lästige Klagen über Kinderlärm vom Hals halten.

    Wir wohnen in einem 6-Parteien-Haus, außer uns gibt es nur noch eine Familie mit einem Kind, drei Mitbewohner sind alleinstehend und dann gibt es noch ein älteres Ehepaar. Als ich am Anfang den Hof und den Garten mittels Straßenkreide, Jacko-o-Balanciertöpfen, Bobbycar und anderen Dingen, die sich schnell wieder "abbauen" lassen nachmittags zum Spielplatz umfunktionierte, nahm ich schon den ein oder anderen "scheelen" Blick wahr (Bekannte von mir, andere Mamas, die grad zu Besuch waren, übrigens auch).

    In der 35. Schwangerschaftswoche wagte ich es einmal, mein Auto im Hof zu parken. Ich kam vom Einkaufen, hatte schwere Tüten zu schleppen und damals hatten wir noch keinen Stellplatz, zudem hatte ich Wassereinlagerungen und schnaufte bei jedem Schritt. Am Abend lag ein - bezeichnenderweise - anonymes Schreiben im Briefkasten, die Hausgemeinschaft verbitte es sich, den Hof als Dauerparkplatz zu nutzen. Noch nicht einmal den Mumm, persönlich zu einer Hochschwangeren zu gehen, hatte man. Eigentlich hätte dieser Zettel mit einem deutlichen Hinweis auf meine weithin sichtbare fortgeschrittene Schwangerschaft in den Hausflur geklebt gehört, aber mein Mann wollte keinen Ärger und bat auch mich inständig, mich nicht aufzuregen.

    Die Dame unter uns (starke Raucherin) hat sich auch schon beim Vermieter über Kinderlärm beschwert, aber der hat sie gleich damit abgewiesen, dass dies in jedem Fall zu dulden und hinzunehmen sei. Da dies in Gegenwart meines Mannes geschah, fand ich das besonders dreist. Ich versuche es, so gut es geht, zu ignorieren, hab jetzt auch in einem Eck im Garten eine kleine Sandmuschel und eine Plastikrutsche aufgebaut, die bis Ende September/Oktober dort stehen bleiben werden. Beschwert hat sich noch keiner und wenn, würde ich kratzbürstig werden. Ich habe extra einen Platz hinter der Wäscheleine gesucht, der niemanden stört, weil er nicht genutzt wird. Mein Mann wollte anstandshalber die Nachbarn fragen, ob es ok ist, aber ich sehe es nicht mehr ein, für etwas selbstverständliches zu bitteln und zu betteln und mir am Ende noch eine Abfuhr zu holen. Wir werden auch nie gefragt, ob wir einverstanden sind, wenn die anderen feiern. Oder ob es ok ist, wenn der extreme Zigarettenqualm von unten zu uns hochzieht und wir im Sommer Kinder-und Wohnzimmerfenster schließen müssen, weil man meinen könnte, die Raucherin stünde bei uns in der Wohnung. Und wo gefeiert wird, dürfen auch Kinder spielen.

    Ihr seht, sooo toll ist es um unsere Hausgemeinschaft leider nicht bestellt... Leider war es von Anfang an so. Oft habe ich den Eindruck, viele Leute, deren Kinder aus dem Haus sind (und die doch eigentlich wissen müssten "wie" es ist), vergessen viel und sind manchmal intoleranter als jemand, der (noch) keine Kinder hat.
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  4. #4
    Avatar von sandrakremer
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    Standard

    Hallo lausigel,
    mein Lieblingsspruch an ekelhafte Rentner oder Raucher: "ach wissen Sie, SIE kann ich aussitzen!"
    Zigarettenrauch stört mich auch wahnsinnig, da bekomme ich regelmäßig so eine Wut - egal, ob man im Zoo, beim Kaffeetrinken oder im eigenen Garten eingequalmt wird.
    Dieses Aussitzen dauert leider, meiner Erfahrung als Prüferin von KH-Abrechnungen nach, leider etwas länger. Bei Mitte 70ern stehen deine Chancen besser. Pfui, böse....
    Da hilft dann leider nur umziehen. In solchen Momenten wünsche ich mir eine Hallig in der Nordsee, frei von Nachbarn, aber leider auch frei von Internet und Hermes....

  5. #5

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    Standard

    Ich habe auch schon mitbekommen, dass gewisse Vermieter Singles oder Paare ohne Kinder bevorzugen.
    Finde ich sehr schade!

  6. #6
    Avatar von tellma
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    So was hört man leider immer wieder! Es gibt mittlerweile Hotels die das auch nicht erlauben das man mit Kind kommt, unglaublich einfach. Aber was will man da machen.

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