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Thema: Starke-Nerven-Tricks für Eltern gesucht!

  1. #1

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    Standard Starke-Nerven-Tricks für Eltern gesucht!

    Gerade in der besinnlichen Vorweihnachtszeit häufen sich bei uns die Termine und ich merke, wie bei mir immer mal wieder die Nerven zu flattern beginnen. Da bauschen sich Kleinigkeiten zu Grundsatzdiskussionen auf und ich merke, wie ich vor allem mit meinem 5jährigen immer wieder in Situationen gerate, die gar nicht sein müssten. Streit, der nur entsteht, weil ich Bemerkungen persönlich nehme, mich zu schnell einmische, wenn er und sein kleiner Bruder sich um ein Spielzeug streiten, und, und und.

    Ich wüsste gerne, welche Tricks Ihr habt, um gelassener zu bleiben, im Streit "runter zu kühlen", bzw. ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.
    Würde mich freuen, das ein oder andere neue "Hausmittelchen" von ein paar gelassenen Mamas zu bekommen

  2. #2
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard Die "Streitphase"

    Ich kenn leider auch nur die üblichen Tipps. Bei mir hilft am besten kurz aus dem Raum gehen, nebenan aus dem Fenster schauen und runterkommen. Außerdem das Problem irgendwie notdürftig schlichten und die Grundsatzdiskussion dazu auf eine ruhige Minute verschieben (zB vor dem Schlafengehen).

    Ich hab jetzt schon mit 2 Kindern die Erfahrung durch, dass das Alter von etwa 4 bis etwa 5 1/2 das streitträchtigste war. Ich denke, das liegt daran, dass sie schon gut wissen, wo und wie sie den Hebel bei uns ansetzen müssen.
    Gleichzeitig ist die Kompromißfähigkeit noch minimal. Also die Fähigkeit sich ins Gegenüber hineinzuversetzen. Die Fähigkeit, Regeln, Erwartungen und Handlungsanweisungen zu befolgen - entweder aus der Erkenntnis, dass diese nicht dazu da sind, sie zu gängeln, sondern um ein harmonisches Miteinander zu ermöglichen. Oder aus der Erkenntnis, dass es viel weniger anstrengend ist, die Regel zu befolgen, als immer zu streiten.
    All dies kann ich mit der fast 8jährigen super diskutieren, mit dem 5jährigen so gut wie gar nicht. Wobei ich immer wieder so ganz kleine Fortschritte bemerke.
    In diesem Sinne also: Zähne zusammenbeissen und das Licht am Horizont erahnen

  3. #3

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    Standard Grundsätzlich was ändern!

    Hört sich ja fast eher so an, als ob du grundsätzlich etwas ändern müsstest.

    Solange du genervt bist werden es deine Kinder auch sein. Also streich ein paar Termine und geniesse die Zeit. Muss man auf jede Weihnachtsfeier? Muss man auf jeden Glühmarkt? Muss man sich den Weihnachtsstress in der Stadt geben? Muss man mit den Kindern überall hin?

    Ich habe dieses Jahr noch bewusster viel weniger anstehen und geniesse die Zeit voll und ganz mit den Kindern, mit der Familie, mit Spielen, mit Basteln (habe das Gefühl da sind sie komplett ausgehungert, weil sie hier nur noch mit Basteleien beschäftigt sind :-))) und mit viel viel Tee

    Ich glaube das Patentrezept ist einfach Stress vermeiden. Ist die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe - stehe ich unter Dampf blase meine Kinder ins gleiche Rohr und die Zeit zusammen wird unerträglich. Und jede Kleinigkeit wird wie du sagst zu einer Katastrophe. Und wenn du schon weisst, dass du den Fehler bei dir suchen musst, nach was für einem Patentrezept suchst du dann, wenn du die Ursache doch schon gefunden hast? Übe mal das NEIN sagen - vielleicht ist das die Zutat, die dir noch fehlt

  4. #4
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard

    @schildi:
    Gas rausnehmen: einverstanden, das hilft fast immer.

    Die Mutter muss immer erst das Problem bei sich selbst suchen: naja. Die lieben Kleinen können, das wollte ich mit meinem Kommentar ausdrücken, gerade im Vorschulalter ganz schön rück- und einsichtslos sein. Da kann einem schon manchmal der Kragen platzen Das find ich sehr verständlich, auch wenn es der Lösung des Problems nicht zuträglich ist. Mir gehts jedenfalls manchmal ähnlich.

  5. #5

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    Standard Falsch angekommen!

    Ich glaube jetzt reden wir von 2 verschiedenen Dingen:

    Ich habe es bei waldwichtel so verstanden, dass sie gerade genervt ist, weil gerade so viel los ist. D.h. es ist nicht der Normalzustand - dazu meinte ich, dass da nur hilft runterfahren und zu mehr Ruhe kommen. Wenn wir Mamas unter Dauerstrom stehen dann überträgt sich das auf die Kinder und so kommt es zu "Ausnahme"-Spannungen.

    Zu den ganz alltäglichen, "normalen" Spannungen hast du natürlich Recht. Aus dem Raum gehen, durchschnaufen, auf ein Kissen boxen, usw. Bei uns ist das auch immer mal so phasenweise (mal wenn ich unter Dampf stehe, dann einfach mal so ...) - ich versuche es immer erst mit Ruhe und Geduld (soweit möglich :-))) - aber wenn alle "Hausmittelchen" versagen hilft oft einfach mal ein Generalbrüller und -ansch... - manchmal habe ich das Gefühl das rüttelt dann irgendwas in den Kindern wach und sie sind wieder "normal" . Wir reden allerdings auch viel miteinander und auch über solche Situationen. Bei kleineren eher schwieriger, wobei man denen auch schon viel erklären kann. Solche Ausbrüche kommen aber seeeehr selten vor - vielleicht wissen sie auch deswegen dann genau, dass sie es übertrieben haben

    Was in solchen Phasen auch immer geholfen hat - raus gehen und wenn es nur ein paar Minuten zum austoben sind. Vielleicht solltet ihr euch die paar Minuten gönnen und einfach mal rausgehen zum abschalten - geht aber halt auch nur wieder, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Womit wir wieder am Anfang wären. Alternative ist ein Trampolin - vielleicht habt ihr Platz für ein kleineres für drinnen - 10-15 Minuten Trampolin hüpfen wirkt bei meinen Wunder und danach sind sie wieder super friedlich - und das funktioniert schon seit Jahren bei uns - wir haben im Sommer ein großes draussen und im Winter ein kleineres für drinnen.

    Ich habe auch gemerkt, dass meine nervig sind, wenn sie keine Zeit und Ruhe zuhause haben. Wenn ein ständiges kommen und gehen ist können sie das gar nicht leiden und reagieren dementsprechend. Aber auch hier hilft nur - Ruhe reinkommen lassen. Vielleicht auch einfach mal das eine oder andere ausfallen lassen.

    Noch ein anderer Tipp - den habe ich glaube ich schon mal irgendwo erwähnt - den habe ich auch bekommen, als mein Sohn 5 war. Er hat auch nie gemerkt, wann die Stimmung überschwappt - da hatte unsere Ergo die Idee eine Ampel zu bauen - ein roter, gelber und grüner Kreis mit Faden verbunden, so dass man jeden Kreis einzeln umdrehen kann. Ist die Ampel grün ist alles o.k. - ist sie gelb (also rot und grün auf weiss gedreht) heisst es Achtung für das Kind. Bei rot ist höchste Alarmstufe. Sie meinte manche Kinder brauchen solche Hinweise visuell. Und noch ein anderer Tipp der vielleicht klappen könnte - wenn du mit den Kindern sprichst berühre sie vorher und bitte sie vielleicht auch darum dass sie dich anschauen, wenn du was zu ihnen sagst.

    Also so als Allgemeintipp - versuche von vornherein solche Situationen zu vermeiden anstatt nach Lösungen zu suchen wenn es so weit ist ...

    Ich hoffe jetzt ist angekommen, wie ich es meinte

  6. #6

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    Standard

    Liebes Ponymädchen, liebe Schildi,
    erstmal vielen Dank für Eure kleine Diskussion zu meinem Thema. Im Grunde habt Ihr beide auch mein Thema getroffen. Zum einen die fehlende Zeit. Das ist für mich momentan auch ein wichtiges Thema: Prioritäten setzen und NEIN sagen. Aber das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich engagiere mich hier im Ort durch die Kinder an einigen "Baustellen", was mir wichtig ist, um für die zwei an Strukturen mitzuwirken, die ich wichtig finde (Verkehrsberuhigung, Turnen, etc.) Naja, und wenn man sich mal engagiert, wird man halt auch immer wieder gefragt, ob man nicht mitmachen möchte oder Hilfe anbieten kann. Und da fällt es mir dann doch verdammt schwer, nein zu sagen. Was ich allerdings direkt nach meinem Posting hier im Forum getan habe war, aus einem Projekt, an dem ich beteiligt bin, auszusteigen. Das wäre ein zweites berufliches Standbein gewesen, aber ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Und mit dem Nein-Sagen hast Du wirklich auch recht schildi, das muss man echt üben. Ich gebe Kommunikationskurse für Eltern und da ist das ein großes Thema. Hmm, und ich merke halt immer wieder, dass ich das selbst immer wieder üben muss!

    Aber was mir in meinem Beitrag wirklich auch wichtig war, ist das was Du gesagt hast, ponymädchen: Die Situationen, in denen die lieben Kleinen genau die Knöpfe drücken, bei denen wir explodieren. Die Methode mit dem Rausgehen klappt bei mir leider selten, da ich in solchen Fällen ein Gumiband am Rücken zu haben scheine und vor allem mein Großer mich dann durch's gesamte Haus verfolgt. Mittlerweile geht es aber etwas besser, wenn ich ihm ganz deutlich sage, dass ich jetzt meine Ruhe und Abstand brauche. (Da werde ich sicher auch mal schildis Ampel bauen ...!)
    Das mit dem Austoben klappt bei uns bedingt, da meine beiden Jungs eh einen unbegrenzten Schatz an Energie zu haben scheinen (aber im positiven Sinne). Das heißt, sie kommen nach einem Power-Morgen aus dem Waldkindergarten und lechzen nachmittags dann gleich wieder danach, raus zu gehen, im Garten auf Bäume zu klettern, Fahrrad zu fahren, ...
    Wir haben im Kinderzimmer auch eine tolle alte Matratze, noch richtig mit Sprungfedern. Die war eigentlich als Kuschel- und Ruheecke gedacht, wurde aber komplett zum Ersatztrampolin umfunktioniert.
    Aber ich muss sagen, obwohl ich wieder nicht das ersehnte Patentrezept bekommen habe, hat es mir alleine schon gut getan, Eure Beiträge zu lesen und zu hören, wie sich andere durch diese Phase manövriert haben.
    Ich denke, wir werden hier zwar noch einige Konflikte miteinander austragen müssen, aber ds Thema Nein-sagen werde ich mir jetzt ganz groß an den Kalender pinnen, denn das hilf echt schon sehr.

  7. #7

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    Standard Kleiner Nachtrag!!!

    Finde ich super, dass du bereits aktiv geworden bist Daumen drück, dass die "anstrengende" Zeit sich bald etwas entspannen wird.

    Und dabei ist mir noch etwas eingefallen - da denkt vielleicht momentan auch nicht jeder dran.

    Ich finde es auch wichtig, dass es Leute gibt, die sich für ihre Kinder engagieren aber leider fällt immer öfter auf, dass es immer die gleichen sind, die - keine Ahnung - Kuchen backen, irgendwo aktiv sind, usw. .

    Hast du es schon mal damit versucht offen und ehrlich zu sagen, dass du gerne mitmachen würdest, es aber aufgrund deiner Kinder und der Zeit aber nicht wirklich kannst/schaffst, dass du aber gerne bereit bist, mal einzuspringen oder dich halt nur teilweise zu beteiligen. Viele sind auch über solche Beiträge froh und es spielt sich eigentlich relativ schnell ein.

    Beispiel: ich habe am ehesten vormittags, manchmal auch nachmittags Zeit, wg. der Kinder aber abends so gut wie nie. Deswegen haben wir es z.B. in der Schule so gelöst, dass z.B. die im Elternbeirat sind, die auch zu den Treffen abends können, vormittags aber eher nicht. Dafür sind wir anderen vormittags aktiv, aber halt nicht "offiziell" im Elternbeirat. Klappt super und im Prinzip haben wir inzwischen schon so 2-3 Kleine Teams je nach Zeit, Aufgabe und Tätigkeit ...

    Ich denke es ist wichtig, dass alle zusammenhelfen (wollen) und es reicht wenn jeder so viel beiträgt, wie er beitragen will und kann.

    Vielleicht wäre das ja auch für dich eine Lösung - weil ich weiss auch, dass der Kontakt zu anderen sehr sehr wichtig ist ... und dass manche Aufgaben auch furchtbar viel Spass machen

  8. #8

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    Standard

    Danke für Dein Lob schildi! Das tut uns Mamas ja auch immer mal gut ...
    Mit dem Engagement hast Du Recht, es sind doch immer die gleichen "Verdächtigen", die man im Kreise der "Ehrenamtlichen" so trifft. Aber wie Du auch schon gesagt hast, es macht ja auch Spaß.
    Die Idee mit der Parallelgruppe zum Elternbeirat finde ich gut, das werde ich sicher bei Gelegenheit einbringen.
    Ich habe mir mittlerweile auch angewöhnt, Motivationsarbeit zu leisten und andere Eltern, einfach anzusprechen, dass wir noch wen brauchen und es schön wäre, wenn sich noch wer beteiligt, damit es nicht nur an ein paar wenigen hänngen bleibt. Und oft klappt das dann auch, denn viele kommen komischerweise nicht auf die Idee, mal selbst nachzufragen, wie man denn so helfen kann und da wirkt dann ein kleiner Anschub wahre Wunder.
    In diesem Sinne einen schönen Start in die neue Woche!

  9. #9

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    Standard

    Da kann einem schon manchmal der Kragen platzen Das find ich sehr verständlich, auch wenn es der Lösung des Problems nicht zuträglich ist. Mir gehts jedenfalls manchmal ähnlich.???

  10. #10
    Avatar von Sonnen_Simone
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    Standard

    Jetzt fängt es ja wieder an mit dem weihnachtlichen Stress. Ich versuche diese Zeit nicht mit zu vielen Terminen zu überfrachten. Wenn ich auch mal kurz Zeit für mich habe, erholen sich die Nerven ganz gut und ich kann den nächsten Sturm besser meistern. Also wenn ihr könnt, zieht euch für mal für eine Stunde zurück. Geht in die Badewanne oder Spazieren oder lest ein Buch. Ich versuche immer abzuschalten, bevor es zur Explosion kommt.
    Das Leben ist viel zu kurz für ein langes Gesicht.

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