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Thema: Pflegeeltern gesucht!

  1. #1
    Avatar von azariel
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    30

    Standard Pflegeeltern gesucht!

    Pflegeeltern gesucht

    Eltern dringend gesucht!
    Bundesweit suchen die Jugendämter Pflegefamilien für Kinder, deren leibliche Eltern sich nicht ausreichend um sie kümmern. Eine Aufgabe für Idealisten mit viel Realitätssinn. Denn die Mädchen und Jungen bringen immer einen Rucksack voller Herausforderungen mit: Vernachlässigung und Misshandlungen können Spuren an Körper und Seele hinterlassen haben.

    » haben Sie ein Pflegekind in Ihrer Familie aufgenommen?
    Berichten Sie anderen Eltern von ihren Erfahrungen: Welche Tipps können Sie geben, was müssen Interessenten wissen?


  2. #2

    Standard

    Als ehemals ungewollt kinderloses Ehepaar hatten wir uns auch mit dem Thema Pflegekinder beschäftigt.

    Im Internet habe ich folgende Informationen zur Ergänzung gefunden:

    Im folgenden handelt es sich um einige stark gekürzte Ausschnitte aus den Büchern ´Adoption - Alles was man wissen muss` und ´Ratgeber Auslandsadoption`

    Was ist der Unterschied zwischen Adoption und Pflege?
    Adoption und Pflege haben gemeinsam, dass ein fremdes Kind in die Familie kommt. Beide Formen unterscheiden sich jedoch vor allem in ihrer rechtlichen Konstruktion ganz wesentlich voneinander.
    Während bei einer Adoption die rechtlichen Verbindungen zwischen Adoptivkind und seinen leiblichen Eltern vollständig gekappt werden, bleibt ein Pflegekind immer ein Mitglied seiner Herkunftsfamilie. Dies liegt daran, dass eine Pflegschaft als vorübergehende Maßnahme verstanden wird, die zum Ziel hat, das Kind wieder zu seinen leiblichen Eltern zurückzuführen.
    ......
    Wie aber sieht das alltägliche Leben mit einem Pflegekind aus? Ist eine Pflegefamilie in erster Linie von Jugendamt und den leiblichen Eltern fremdbestimmt? Muss sie sich darauf einstellen, dass sich andere ständig in die Erziehung einmischen oder versuchen, das Kind kurzfristig aus der Familie herauszuholen?


    Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass die Pflegeperson nach dem Gesetz die alltäglichen Dinge des Pflegekindes regeln darf.
    Über ganz alltägliche Fragen bestimmt also nur sie:
    Alltägliche Angelegenheiten sind etwa:
    – ob und wann das Kind Freunde besuchen darf,
    – wann es ins Bett gehen muss,
    – wohin die Familie in Urlaub fährt,

    – ob und wann das Kind ärztlich behandelt werden muss,
    – ob das Kind Mitglied in einem Verein wird.

    Wenn die Pflegeeltern in allen alltäglichen Angelegenheiten alleine entscheiden dürfen, so bedeutet dies natürlich auch, dass sie es in allen nicht – alltäglichen Angelegenheiten nicht dürfen.
    Nicht alltägliche Angelegenheiten sind etwa:
    - Anmeldung zu Schule und Kindergart
    - Operationen
    - lange Auslandsaufenthalte.

    Etwas anderes gilt, wenn Gefahr in Verzug ist. In diesen Fällen dürfen die Pflegeeltern alle Rechtshandlungen vornehmen. Wenn also das Kind von einem Auto angefahren wird, müssen die Pflegeeltern nicht erst die leiblichen Eltern um Zustimmung für eine Operation bitten. Im Grunde ist dies eine Selbstverständlichkeit.


    Können die leiblichen Eltern das Kind wieder aus der Pflegefamilie herausnehmen?
    Der wesentlichste Unterschied zwischen Adoption und Pflege besteht darin, dass das Pflegekind das Kind seiner leiblichen Eltern bleibt. Es wird nicht zum Kind der Pflegeeltern, es bekommt nicht deren Namen, es ist ihnen gegenüber nicht erbberechtigt, etc.
    Es kann sein, dass die Pflegeeltern ihr Pflegekind wie ein leibliches Kind behandeln und es auch so lieben. Juristisch gesehen ist es aber das Kind anderer Eltern.
    Das hat Bedeutung, wenn es um die Frage geht, ob die leiblichen Eltern das Kind wieder aus der Pflegefamilie herausnehmen können. Ganz grundsätzlich haben Eltern das Recht auf Herausgabe ihres Kindes gegenüber jedermann. Nun ist unbestritten, dass die Herausnahme eines Kindes aus seiner Pflegefamilie dann nicht im Interesse des Kindes liegt, wenn es dort seine Bezugswelt gefunden hat und zur Unzeit aus seiner gewohnten Umgebung gerissen würde

    Grundsätzlich kann man jedoch davon ausgehen, dass etwa ´60 Prozent der Pflegekinder in den Pflegefamilien bleiben und in ihnen groß werden.`

    Weitere Info's zum Thema gibt es auch noch unter:

    http://www.pflegekinderinfo.de/

    Tja, und wie ging die Sache bei uns aus? Wir sind inzwischen nicht mehr kinderlos. Doch wir denken immer noch - zugegeben etwas unschlüssig - über die Aufnahme eines Pflegekindes nach.
    In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein. (Paul Watzlawick)

  3. #3
    Avatar von reica1
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    Standard

    hallo und guten morgen!


    bundesweit werden immer mehr pflegefamilien für kinder gesucht. informationen und austausch rund ums thema gibt es unter:

    www.pflegeeltern.de

    liebe grüße von reica

  4. #4

    Standard

    Hallo!

    Wir haben ein Pflegekind.
    Fazit: Wir würden es wieder tun.

    Aber es ist phasenweise seeeehr anstrengend und wir brauchen gute Nerven und gute Unterstützung.

    Für Überlegende:
    Man braucht selber ein stabiles Leben: Umfeld, Beziehung, Persönlichkeit, Belastbarkeit (!!)
    und: auch mit "viel Liebe" kann man vieles nicht "reparieren".
    Damit muss man umgehen können.

    Würde mich freuen, wenn noch mehr Familien sich für Pflegekinder öffnen!

  5. #5

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    Standard

    wir haben uns vor etwa 8 Jahren um ein Pflegekind beworben ,weil es uns ein gute Alternative zum leiblichen Kind erschien. Leider haben wir trotz Teilnahme an sämtlichen Seminaren und WE Kursen nie eine Vermittlung bekommen ,auf Ansprache der Mitarbeiter wurde uns gesagt ,das nicht mehr so viele Kinder vermittelt werden würden ,sondern meist in den Familien zurückgeführt werden ( wir haben uns für Dauerpflege beworben)
    Bis heute haben wir keine Pflegekind bekommen. Inzwischen ist das Thema abgehakt ,da wir ein leibliches Kind haben .
    ronja

  6. #6
    Avatar von reica1
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    Standard

    hallo lotte,

    ja! das leben mit pk ist nicht einfach. nix mit "ein kind zieht ein und alles wird gut!" die meisten brauchen irgendwann unterstützung und sei es auch "nur" durch austausch mit gleichgesinnten.



    hallo ronja,

    hast du nicht nachgefragt warum ihr kein pflegekind bekommt? vielleicht hättet ihr es mit einer fremdbewerbung versuchen sollen? *daumenhoch*


    liebe grüße von reica
    Geändert von reica1 (07.10.2011 um 05:25 Uhr)

  7. #7

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    also das Thema Fremdbewerbung hatten wir auch durch, haben alle JA in der Umgebung angerufen und nach Aufforderung und im Einvernehmen mit unseren JA die Unterlagen hingeschickt ,auf Nachfrage von uns warum denn dann da nichts käme ,sagte man uns ,man hätte zuviele Bewerber und wir sollen es bei unsern JA versuchen

    tja soviel dazu.

  8. #8

    Standard

    @ronjacaitlin: Glückwunsch zum eigenen Kind.

    Die Weltanschauungen der einzelnen JA-Mitarbeiter gehen leider sehr weit auseinander und oft an der Realität vorbei. Als ich den Satz "Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern. " zum ersten Mal las, fand ich ihn Klasse. Leider wird behördlich sehr oft das Recht auf unbedingt leibliche Eltern daraus gemacht. Darauf beruht ja auch die "Rückführungsillusion" der Kinder in ihre Herkunftsfamilien. An dieser Stelle wird mir dann schlecht.

    Für uns käme auch nur eine Dauerpflege in Frage. Kinder sind keine Blumentöpfe, auf die wir eben mal 1/2 Jahr lang aufpassen und diese dann wieder zurückgeben.
    Unsere nächsten Wünsche wären mit Rücksicht auf unsere Tochter (Adoptivkind mit problematischen Start ins Leben): ein Kind im Säuglings-/Kleinkindalter (spätestens da kommt der Aufschrei des Jugendamtes wegen Altersgrenze 40 Jahre), weitgehend unauffällig und nicht alkoholgeschädigt.

    Mit dieser "Anspruchsliste" traue ich mich dann doch nicht zu den Behörden und Verbänden. Mein Bedarf an zweifelhaften Rückantworten und Unterstellungen ist seit dem Adoptionsverfahren unserer Tochter ausreichend gedeckt.

    Falls hier jetzt Mitarbeiter von Jugendämtern mitlesen, welche Pflegekinder unterbringen wollen, und kein Problem mit Eltern haben, die ihre Grenzen der Belastbarkeit kennen, bitte eine PN an mich.
    In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein. (Paul Watzlawick)

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