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Thema: Betreuungsgeld!

  1. #11
    Avatar von ponymaedchen
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    Klar soll es jeder für sich entscheiden. Aber da dürfen doch diese dämlichen 100 Euro nicht den Ausschlag geben.
    Ich glaube, eine Ursache für die hitzige Diskussion ist auch, dass viele Mütter so eine entsetzlich schlechte Meinung von der Kleinstkinderbetreuung in Kitas haben. Ich hatte bei unseren Kindern immer das Gefühl, dass sie liebevoll im Kiga aufgenommen wurden und dies eine wertvolle Ergänzung meiner Erziehungsarbeit ist. Wir hatten aber auch erst einen Betriebskiga mit Premium-Betreuungsschlüssel und dann einen ostdeutschen Kiga mit ebenfalls tollem Betreuungsschlüssel für Kleinstkinder (und wirklich liebevoll und professionell handelnden Erzieherinnen). Vermutlich kommt eben dieses tiefe Vertrauen bei Müttern nicht auf, wenn dies Potenzial in vielen Kindergärten (noch) gar nicht vorhanden ist. Aber da beißt sich doch eben die Katze in den Schwanz. Die Kapazitäten kann man eben nur mit entsprechendem finanziellen Einsatz aufbauen.

  2. #12
    Avatar von ponymaedchen
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    Dieses Argument "Anerkennung" (der Erziehungsarbeit von Müttern) nervt mich übrigens! Die hat mir persönlich nämlich auch immer ein bisschen gefehlt, wenn ich wieder arbeiten ging (was ich auch nie mit hurra! getan habe) und dann wurden erstmal dicke Betreuungskosten fällig (das waren bei mir von etwa 100 bis 350 Euro/Monat), die man von seinem Gehalt wieder abziehen darf. Zumal Gehälter von Frauen nachweislich niedriger liegen als die gleichqualifizierter Männer, und vor lauter Dankbarkeit über einen Teilzeitarbeitsplatz macht man gleich die nächsten Gehaltskompromisse...
    ...so ist das mit der "Anerkennung" insgesamt ein Problem.

  3. #13

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    Ich versteh noch nicht so ganz, in welchen Fällen man dieses betreuungsgeld bekommt?
    Ab Geburt? (allerdings nehmen Krippen ja eh erst ab ca. 1 Jahr).
    Bis zum 3. Geburtstag? Also Beginn Kindergarten? Oder bis Schuleintritt??
    Wie sieht es aus, wenn ich mein Kind in eine private Einrichtung gebe oder zu einer Tagesmutter?
    Wie soll das überhaupt alles überprüft werden?
    Ich finde dieses Betreuungsgeld eine Ohrfeige. Ich komm mir echt verar... vor.
    Ich studiere (bekomme also kein Gehalt von dem ich die Kinderbetreuung bezahlen kann ( bei drei Kindern sind das 400 Euro im Monat). Zusätzlich fehlen mir dann noch die 150 Euro herdprämie!
    Würde ich mir also einen faulen Lenz mit den Kids Zuhause machen, hätte ich dann also 550 Euro mehr in der Tasche!
    Das ist doch lächerlich.....

  4. #14

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    Naja, wenn eine Mutter mit drei Kindern zu Hause bleiben würde und sie somit nicht in die Kita gehen, hat sie keinen faulen Lenz zu Hause.

    Es mag sein, dass einige Mütter sich das Geld krallen und ihre Süchte befriedigen, aber wir wollen da doch nicht von der Allgemeinheit sprechen.
    Geändert von schnattel13 (10.07.2012 um 04:48 Uhr)

  5. #15

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    Wie ich das verstanden habe, soll für alle Kinder, die ab 2012 geboren sind und unter 3 Jahre zuhause betreut werden ein Betreuungsgeld gezahlt werden. Ab dem 1. Geburtstag, wenn das Elterngeld bei den meisten wegfällt. Beides zusammen geht nicht. Ab 2013 werden 100 € Betreuungsgeld gezahlt, als Übergang, ab 2014 dann 150 Euro.
    Wenn die Mama arbeiten geht und das Kind bei der Oma ist, wird es glaube ich auch gezahlt, da ja keine "offizielle" Betreuung in Anspruch genommen wird.
    Ich werde kein Betreuungsgeld mehr erhalten, da der Kleine 2011 geboren ist, aber Alles in Allem finde ich es eine gute Sache.
    Aber wer bleibt dann wegen 150 € daheim???
    Die Entscheidung wird denke ich ohne das Betreuungsgeld gefällt, und das Betreuungsgeld ist eine nette Entschädigung fürs Daheimbleiben.

    Die Grauzonen müßten aber genau definiert werden - weil eigentlich wenn das Kind bei der Oma oder Verwandten ist - ist das Betreuungsgeld falsch angelegt, da die Mutter ja Geld verdienen kann.

    Für meine beiden ersten Kinder geb. 1999 und 2004 habe ich übrigens noch das Erziehungsgeld für 3 Jahre (in Bayern gab es das 3. Jahr auch) bekommen. Waren glaube ich, für alle so um die 300 € und nicht auf das vorherige Einkommen angerechnet.
    Das war es bei uns auf dem Land schon fast ein Unding, das eine Mama wieder arbeiten ging, wenn das Kind jünger als 2 Jahre war.
    Beim ersten Kind war ich ja noch in der Ausbildung, da ging ich 8 Wochen nach der Geburt wieder arbeiten, und bekam zum Ausbildungslohn auch noch das Erziehungsgeld (war wohl so eine oben genannte Grauzone).
    Das hat mich bzw. uns sehr geprägt und ich möchte es nicht mehr missen den Luxus zu haben 2 bzw. 3 Jahre komplett daheim zu bleiben.
    Und faul sitze ich mit Sicherheit nicht Zuhause!!!!
    Auch wenn man es manchmal wegen der Vielzahl der Forumseinträge denken könnte

  6. #16

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    Würde ich mir also einen faulen Lenz mit den Kids Zuhause machen,

    Sorry, aber wie soll man das verstehen?

  7. #17
    Avatar von elseken
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    Zitat Zitat von lohajo Beitrag anzeigen
    Würde ich mir also einen faulen Lenz mit den Kids Zuhause machen,

    Sorry, aber wie soll man das verstehen?
    Ich glaube es ist so zu verstehen, dass man mit Doppelbelastung Beruf/Ausbildung und zwangsläufig fremdbetreuten Kindern dies nicht anerkannt bekommt, sondern obendrauf noch eine finanzielle Belastung hat, nämlich die Betreuungskosten. Mit ähnlich erlebten kann ich casbas verstehen. Und ich bin mir sicher, dass sie nicht allen zu Hause bleibenden Müttern einen "faulen Lenz" unterstellt, sondern nur aus ihrer Situation heraus vergleicht. Unistress plus Kinder oder nur Kinder. Aber vielleicht kann casbas das ja noch selber erläutern.

    Ganz manchmal beschlich mich auch der Gedanke, gerade in der Ausbildung, in der die Kinderbetreuung in Relation zu den Ausbildungsbezügen sehr hoch waren. Aber dann habe ich an die Zukunft gedacht, da hätte mir der "faule Lenz" nämlich auf Dauer nichts gebracht....

  8. #18
    Avatar von mommy7
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    Standard betreuung von kleinkindern und betreuungsgeld

    hallo und guten morgen

    ich möchte auch mal meine meinung dazu sagen:

    das betreuungsgeld ist für kinder ab zwei bis eintritt in den kindergarten gedacht also wenn das kind 3 ist (glaub ich ) das wäre für uns ein nettes zuckerl aber ich brauche es nicht!!!

    als mama von 7 kindern hab ich so meine erfahrungen gemacht:

    die ersten 3 kinder sind ohne probleme mit 3 jahren in den kindergarten gegangen

    beim vierten fing es schon an dass sie mit 3 noch nicht so weit war für den kindergarten und es hat gedauert bis sie ohne probleme gerne gegangen ist und gerne geblieben ist bis sie ca 3 1/2 jahre alt war .

    der 5. musste in den kindergarten mit genau 3 jahren , da ich für länger im krankenhaus lag und er hat überhaupt keine probleme gemacht im kiga

    bei den zwillingen bin ich mir noch gar nicht sicher ob die mit drei schon in den kindergarten gehen , da sie in der entwicklung im moment ca 6 monate zurückliegen

    was unser hauptproblem hier auf dem land in BAYERN ist :

    man findet keine arbeitsstelle wo man erst 9 uhr anfangen kann oder 8:30 und 12: 30 aufhören bzw noch früher (wenn man überhaupt in die engere auswahl kommen würde mit 7 kindern )

    die öffnungszeiten der kindergärten sind so besch..... das kenne ich von früher ganz anders!!!!

    im moment könnte ich die kinder ab halb acht bringen und bis 13 uhr abholen
    es gibt keine nachmittagsbetreuung es gibt kein mittagessen

    immerhin gibt es jetzt auch eine krippe, welche mit ca 6 kindern aber voll belegt ist da sie erst irgendwann umgebaut wird

    ich kann es mir zum glück leisten zu hause zu bleiben (unser familienbudget gibt das her) natürlich werde ich nach jobs suchen oder ich mach mich selbsständig ich bin noch am überlegen oder ich fange ein studium an !! (aber ich kann mich nicht drauf verlassen daß meine kids mit 3 jahren in den kiga gehen können )

    mein mann hat studiert und konnte immer seinen gewünschten karriereweg gehen (nur deshalb können wir uns den luxus leisten)

    meine karierre fängt erst in 10 jahren an oder auch nicht !!
    man hat ja heutzutage so viele möglichkeiten !!!!

    übrigens hab ich auch meine ausbildung mit sehr gut abgeschlossen mit baby!!! das ging auch!! (das war mir sehr wichtig!!!)



    wenn ich jetzt auf biegen und brechen arbeiten müsste würde ich es nachts machen oder am späten abend um tagsüber zuhause zu sein (anders geht das nicht)

    meiner meinung nach sind kinder luxus!!!!!

    und ich habe nicht die kinder um sie den ganzen tag abzugeben (ist meine persönliche einstellung , ich weiss aber, daß das ganz oft nicht anders geht , da alleinerziehend oder schlechte bezahlung und beide müssen arbeiten um zurecht zu kommen)

    (die schlechte bezahlung und der verdienst in deutschland sind ein anderes thema! da könne ich mich auch drüber aufregen !!!)

    und ich bin froh dass ich nicht alleinerziehend bin!!! (aber auch das würd ich meistern, denk ich , jedenfalls hab ich keine angst davor und ich bin auch nicht so eine abhängiges hausfrauchen !!!


    im moment ist unser konzept: mama zuhause papa arbeiten , auch umgekehrt würde mich nicht stören (wenn dann das geld reichen würde, wenn ich als frau hauptverdiener bin) und wenn die kids alt genug sind oder es geldtechnisch nötig wird wird das konzept eben geändert !!!







    und dieses betreuungsgeld ist eigentlich sinnlos!!! denn wer die ersten drei jahre nicht arbeiten gehen kann weil keine betreuung würde nach dem elterngeld harz4 bekommen oder ähnliches und wenn nicht, ist genug familieneinkommen vorhanden!!!!

    ich bin auch dafür daß das betreuungsgeld in den ausbau von kigas und krippen gesteckt wird , denn anders macht das für mich keinen sinn!!!

  9. #19

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    Standard Schlechtes Argument!

    Also zu Aussagen, wie dass die Mütter, die zuhause bleiben bei ihren Kindern sich dort einen schönen Lenz machen finde ich unangebracht und total besch ... und halte ich für niveaulos - ich kanns einfach nicht mehr hören und es ärgert mich einfach, egal ob ich betroffen bin oder nicht!

    Da würde mir einiges einfallen zu Müttern, die ihre Kinder bereits mit 1 Jahr in regelmässige, fast ganztägige Fremdbetreuung geben. Z.B. drängt sich dann der Gedanke auf, ob diese Mütter überhaupt wissen, wie anstrengend Kinder sein können - nur so können solche unqualifizierten Kommentare zustande kommen.

    Sind nur die Mütter gut, die arbeiten gehen und alle anderen sind nur fett und faul?
    Und wer macht den z.B. die ehrenamtlichen Jobs für diese Kinder? Ohne diese faulen Mütter würden bei uns z.B. die Kinder nie auch nur 1 Bücherei von innen sehen oder es gäbe keine Begleitpersonen für Schule und Kiga oder Helfer für Aktionen in Kiga und Schule (sogar weiterführende Schulen brauchen hin und wieder Helfer) ...

    Also ich bin diesen Müttern sogar dankbar ... und hiermit ein ganz großes Dankeschön an alle ehrenamtlichen Mütter ...

    Immerhin gibt es Leute, die sich Gedanken über ihr Leben machen, bevor sie Kinder bekommen - die einen entscheiden sich für die Kinder, die anderen für die Arbeit ... was ist jetzt falsch und was ist richtig?
    Dann gibt es die Leute, die ihren Job mit Kind nicht weitermachen können und auch nach 1 oder 3 Jahren nicht mehr wiedereinsteigen können. Sei es wegen der Arbeit an sich oder wegen der Entfernung zur Arbeit? Es gibt Eltern, die haben keine Oma in der Nähe, die als Babysitter da ist ...

    Also vieleicht erst denken, bevor man mit solchen Kommentaren um sich schmeisst ...

    Meine Mutter war auch Hausfrau, dass sie sich einen schönen Lenz gemacht hat, habe ich NIE gesehen und ich war sehr froh, dass sie immer für mich da war. Oh Mann ...

    Sorry, das musste jetzt erst mal raus.

    Aber zum Thema Betreuungsgeld:
    Ich persönlich fände es sinnvoller anstatt eines Betreuungsgeldes den Erzieherinnen z.B. ihr Gehalt zu erhöhen oder es Eltern/Alleinerziehenden zu geben, die jeden Euro 2 x umdrehen müssen. Habe ich die Möglichkeit 3 Jahre zuhause zu bleiben und will es auch, dann ist das eine Einstellungsache und keine Sache eines Betreuungsgeldes.

    Was ich ausserdem nicht ganz verstehe - erst geht es um Pflicht-Betreuungsplätze die für die unter 3-jährigen geschaffen werden müssen und dann bezahlt man die Eltern dafür, wenn sie sie nicht in Anspruch nehmen. Versteh bloss ich die Logik nicht oder was? Entweder brauche ich Betreuungsplätze oder nicht. Woran man doch nur wieder sieht, dass sich niemand Gedanken gemacht hat über den Sinn und Zweck dieser ganzen Betreuung.

    Ausserdem finde ich dieses Tamtam seit Jahren um die Kinder unter 3 langsam ziemlich ausgelutscht. Alle halbe Jahr gibt es eine neue tolle Idee - aber nichts durchdachtes wie ich finde. Es ist im Normalfall doch meine persönliche Entscheidung für ein Kind mit allen Konsequenzen, über die ich mir vorher Gedanken machen kann. Es ist ja nicht so, dass ich nichts tun könnte um kein Kind zu bekommen. Was mir auch nicht gefällt ist die Einstellung "so, jetzt habe ich ein Kind und jetzt fordere ich dafür eine Betreuung". Hallo? Es ist doch Allgemeinwissen, dass man Kinder betreuen muss und das weiss ich doch nicht erst wenn sie da sind?

  10. #20
    Avatar von elseken
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    Standard

    Hallo Schildi,
    ich weiß jetzt nicht auf wen du dich beziehst mit dem schlechten Argument. Casbas hat es lediglich auf sich bezogen. Und auch ich hätte von mir in der Ausbildung gesagt, statt Prüfungen, Arbeitszeiten PLUS KInd und Haushalt wäre Kind und Haushalt weniger anstrengend und belastend gewesen...

    Deine Aussage:
    "Sind nur die Mütter gut, die arbeiten gehen und alle anderen sind nur fett und faul?" Wer schreibt denn so was, wer behauptet das?

    "Immerhin gibt es Leute, die sich Gedanken über ihr Leben machen, bevor sie Kinder bekommen - die einen entscheiden sich für die Kinder, die anderen für die Arbeit ... was ist jetzt falsch und was ist richtig?"
    Es ist beides nicht falsch, ABER es ist auch nicht falsch sich für Kinder UND Arbeit zu entscheiden! Und es ist begrüßenswert, wenn einem dies durch Kitaplätze ermöglicht wird.

    "Was ich ausserdem nicht ganz verstehe - erst geht es um Pflicht-Betreuungsplätze die für die unter 3-jährigen geschaffen werden müssen und dann bezahlt man die Eltern dafür, wenn sie sie nicht in Anspruch nehmen. Versteh bloss ich die Logik nicht oder was? Entweder brauche ich Betreuungsplätze oder nicht. Woran man doch nur wieder sieht, dass sich niemand Gedanken gemacht hat über den Sinn und Zweck dieser ganzen Betreuung."

    Über Sinn und Zweck der Betreuung wurden sich Gedanken gemacht. Es geht um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weniger Gedanken wurde sich nur um die Finanzierung gemacht. Die Kommunen können es nicht leisten und befürchten nun eine Klagewelle, wenn sie den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz nicht gewährleisten können. Jeder Haushalt, der das Betreuungsgeld in Anspruch nimmt tritt seinen Rechtsanspruch in Relation für wenig Geld ab.

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