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Thema: Hausstaubmilben

  1. #1

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    Standard Hausstaubmilben

    Endlich wissen wir, warum unsere Große so oft eine verstopfte Nase hat. Sie ist allergisch gegen "Hausstaub", dh gegen die Ausscheidungen der Milben.

    Hat jemand Erfahrung mit sogenannten encasing Bezügen für die Matraze und die Decke? Hilft das wirklich?

  2. #2

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    Moin, wir führen eine absoluten Allergikerhaushalt....mit allem Spaß, der dazugehört: Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen, Kreuzallergien....

    Praktisch bei jedem Allergiker wird eine Reaktion auf Hausstaubmilben festgestellt (das haben wir im übrigen auch in unserer Praxis bei den Tieren so festgestellt). Ohne Hausstaubmilben (Bzw. den Kot) zu leben ist praktisch unmöglich. Also gilt es, die Hauptquellen zu eleminieren. Milbendichte Bezüge für Matratze und Decke und Kissen sind echt unerlässlich, häufig bessert sich die Symptomatik drastisch!!

    Wir selbst haben die Bezüge vom Kaffeeröster und sind super zufrieden damit. Es gibt bestimmt bessere, aber für uns hat es ene deutliche Besserung gegeben.

    Parallel möglicht viele Rumsteherles und Staubfänger aus den Schlafzimmern entfernen, Staubsauger mit HEPA-Filter bevorzugen, wischbare böden sind nur von Vorteil, wenn täglich(!) gewischt wird...
    Betten nicht gleich nach dem Aufstehen "ordentlich" machen, sondern möglichst viel aufgedeckt liegen lassen. Die Milben hassen Sonne, Frischluft und Trockenheit.

    Und unbedingt Asthmaproblematik abklären lassen (Lungenfunktionstest) und weitere Tests auf Inhalationsallergene (die Hausstaubmilbenallergie kommt selten allein...)


    Jaja, das Thema ist mein Steckenpferd und hat mich zur HP-Ausbildung gebracht

  3. #3

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    Oh ja da kann ich auch ein Lied von singen.

    Unser Grosser ist das Allergiekind, Asthma,Neurodermitis,(jetzt vielleicht Schuppenflechten..) Zölliakie...

    erst letzte Woche musste wieder Notarzt und Krankenwagen kommen....

    Für ihn haben wir schon seit Babyalter die Milbenbezüge, zwischen durch war ich mal schlampig oder war mir zu teuer neue zu kaufen, aber hab ich gleich nachgeholt weil das wirklich nicht ging.

    Ich wasch sogar jede Woche sein Bettzeug, jeden Tag wird gesaugt und sicher 2mal gewischt, er hält das sonst nicht aus..

  4. #4
    Avatar von sandrakremer
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    Allergikerbettwäsche ist zwar grundsätzlich keine Kassenleistung - wir zahlen aber z.B. einen Zuschuss von 80 EUR.

    Fragt doch einfach mal bei euren Krankenkassen nach, ob die das evtl. auch bezuschussen.

  5. #5

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    Unser Sohnemann ist auch Hausstaubmilbenallergiker:

    Er hatte als Kind Neurodermitis im Gesicht, den Arm- und Kniebeugen, die sich aber schon lang erledigt hat, wohl mit dem Wachstum.
    Aber dann zeitweise alle 3 Monate eine Bronchitis, die von einer normalen Erkältung schlagartig in eine spastische oder obstruktive Bronchitis bis zur beginnenden Lungenentzündung umschlug.
    Daraufhin wurde im Allergietest die Hausstaubmilbenallergie entdeckt.
    Wir hatten zum Glück schon von Anfang an in dieser Wohnung wischfähige Böden ohne Teppich.

    Das Encasing für sein Bett hat unsere Krankenkasse komplett bezahlt, meine ich. Von einer Firma, mit der sie wohl zusammenarbeitet. Dort haben wir noch für unsere und Tochters Kopfkissen die Bezüge mitgekauft auf eigene Kosten.
    Und selber noch bei Aldi milbendichte Bezüge für Matratze, Decke und Kissen dazugekauft, die wir ihm in Urlaube mitnehmen können, um nicht jedes Mal seine Matratze abziehen zu müssen, was beim Hochbett sehr schwierig ist.
    Die gabs bei Aldi genau zu der Zeit ein bisher einziges Mal, wie genau für uns.

    Außerdem hat er einen eigenen Pariboy verschrieben und von der Krankenkasse bezahlt bekommen, sodass ich ihn bei jeder Erkältung sofort inhalieren lassen kann und es erst gar nicht mehr zu so heftigen Brochitiden kommen kann und ich auch schnell medikamentös reagieren kann, wenn der Kinderarzt nicht da ist.

    Diese beiden Hilfen haben -Gott sei Dank- die rezidvierenden Bronchitiden stoppen können:
    Er hatte nur noch ein Mal im Winter eine leichte Bronchitis, die wir mit dem Pariboy schnell in den Griff bekommen konnten, und es wurde nur noch vor einem Jahr schlimm, als es in der Ferienwohnung im Pfingsturlaub losging, wohl aufgrund des dort festverlegten dicken Teppichs in der ganzen Wohnung. Dort hatten wir aber auch die milbendichten Bezüge dabei und sind heimgefahren, um den Pari zu holen. In diese Wohnung sind wir dieses Jahr dann nicht mehr gefahren, zum Glück verlegen die Besitzer im Herbst Parkett, sodass wir es nächstes Jahr wieder versuchen werden.

    Sonst geht es ihm zu Hause gut, auch wenn ich nicht täglich wische, was bei seinem Legoübersäten Zimmerboden mir auch ein Graus wäre. Aber klar, wenns sein müsste, müsste es eben gehen. Den Sammelsack, wie es ihn auch bei Jako-O gibt, haben wir auch.

    Danke für den Tipp "Asthmaproblematik abklären lassen (Lungenfunktionstest) und weitere Tests auf Inhalationsallergene (die Hausstaubmilbenallergie kommt selten allein...)", docgoy. Bisher ist nichts bekannt.

    Allen weiteren betroffenen Familien viel Kraft und alles Gute!
    Liebe Grüße aus München !


  6. #6

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    Oja, den Pari- Boy ist bei uns neben der Dauerínhalation auch immer wieder im Einsatz. Haben eben einen neuen veschrieben bekommen, da beim alten der Motor immer absäuft...

  7. #7

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    Ich bin selber auch davon betroffen. Mittlerweile allerdings zum Glück lange nicht mehr so heftig wie als Kind.

    Neben den schon genannten Maßnahmen mit Bezügen, wischbaren Böden u.s.w. ist es auch wichtig alle anderen Staubfänger zu beseitigen - vor allem Gardinen und Vorhänge! Auch Kuscheltiere haben im Bett nichts mehr zu suchen (was bei kleinen Kindern wirklich hart ist...). Außerdem mindestens einmal die Woche die Bettwäsche (möglichst nicht im Zimmer selber) wechseln und möglichst nicht im Zimmer, in dem man schläft, umziehen.

  8. #8

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    Standard Warum eigentlich Staubvermeiden bei (Hausstaub-)Milbenallergie?

    Zitat Zitat von ankehauptmeier Beitrag anzeigen
    Ich bin selber auch davon betroffen. Mittlerweile allerdings zum Glück lange nicht mehr so heftig wie als Kind.
    Neben den schon genannten Maßnahmen mit Bezügen, wischbaren Böden u.s.w. ist es auch wichtig alle anderen Staubfänger zu beseitigen - vor allem Gardinen und Vorhänge! (...)
    Hallo Anke,
    schön zu lesen, dass die Beschwerden mit dem Wachstum auch wieder besser werden können.
    Zum Thema Staubvermeiden hab ich aber schon noch eine Frage (nicht an Dich speziell, Anke, sondern allgemein):
    Ich lese den Rat der Staubvermeidung auch immer wieder, habe es aber noch nicht verstanden. Denn die Milben leben doch da, wo sie Hautschuppen finden und es warm und feucht haben, aber doch nicht in den Gardinen? Und allergisch reagiert man doch auf den Kot der Milben, dort, wo man mit ihm in Berührung kommt, auf den Kissen liegend ect.?
    Allerdings sehe ich auch, dass unser Sohn nach einer Kissenschlacht mit den Sofakissen heftigen Husten bekommt, also doch eine Reaktion auf normalen Staub???
    Sind Hausstaubmilbenallergie und Hausstauballergie zwei verschiedene Allergien???
    docgoy, kannst z.B. Du mir das erklären?
    Liebe Grüße aus München !


  9. #9

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    Zitat Zitat von muenchnerin Beitrag anzeigen

    Sind Hausstaubmilbenallergie und Hausstauballergie zwei verschiedene Allergien???
    docgoy, kannst z.B. Du mir das erklären?
    Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, korrekt muß es ja eigentlich heißen: "Allergie auf Hausstaubmilbenkot" ....

    Die Milben wohnen leider nicht nur in den Betten, sondern überall, wo es Staub gibt (zu futtern gibt es da immer genug) und die Ausscheidungen schwirren als Aerosole auch fast überall herum. Gut, die Hauptstadt liegt wohl im Heiabettchen aber jedes Staubflöckchen ist auch dicht besiedlt (*schauder*)
    Deshalb ist es wichtig, alle Staubfänger nach Möglichkeit zu entfernen. Es kommt natürlich auf den Leidensdruck an ob man wirklich in einer Hartbodenwohnung mit Hochglanzmöbeln leben möchte oder muß.

    Encasing, häufiges Wechseln der Bettwäsche, Auslüften der Bettwäsche im Sonnenlicht, geringe Luftfeuchtigkeit, mehrmals täglich gründlich lüften, An- und Ausziehen nicht im Schlafzimmer, keine Kleiderschränke im Schlafzimmer, Polstermöbel mit Lederbezug, häufiges Wischen und Saugen, Verzicht auf unnötige Staubfänger etc verbbessern die Symptomatik häufig so, daß man damit leben kann.
    Ich persönlich finde zB milbenabtötente Sprays absolut schwachsinnig, da weder die toten Milben noch der Kot damit entfent werden und zusätzlich ein potentiell allergener Stoff versprüht wird.

    Das alles ändert aber nichts an der Erkrankung "Hausstaubmilbenallergie", sondern verhindert nur das Auftreten der Symptome. Je nach Krankheitsbild und auch nach persönlichem Gusto gibt es einige schul- und alternativmedizinische Möglichkeiten, diese Allergie zu behandeln. (Das führt jetzt aber zu weit)

    Ich halte es für absolut unerlässlich, es nicht mit z.B. Encasings bewenden zu lassen, die Hausstaubmilbenallergie ist oft nur die Spitze des Eisbergs (ich will keinem Angst machen, aber geht bitte mit euren Kindern auf Nummer sicher und laßt eine Allergie- und Lungenfunktionstestung machen. LuFu macht fast jeder Kinderarzt und Allergietestung geht auch über verschiedene Wege, es muß nicht immer der klassische Pricktest sein. ) Wenn sich erstmal eine Asthmaproblematik entwickelt -und das kann sehr schnell gehen- läßt sich das nur schwer rückgängig machen.
    Ja, ich bin da ein wenig vorgeschädigt

    PS: bei meiner mittleren Tochter hat sich die Atopie/Asthma/Allergieproblematik mit Beginn der Pubertät jetzt gebessert.
    Andererseits hat meinen Liebsten das schlagartige Auftreten neuer Allergien nicht nur in mehrfache anaphylaktische Schocks sondern fast in die Berufsunfähikeit getrieben und daß mit über 30, also immer wachsam bleiben
    Geändert von docgoy (14.07.2012 um 16:56 Uhr)

  10. #10

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    Zitat Zitat von docgoy Beitrag anzeigen
    Die Milben wohnen leider nicht nur in den Betten, sondern überall, wo es Staub gibt (zu futtern gibt es da immer genug) und die Ausscheidungen schwirren als Aerosole auch fast überall herum. Gut, die Hauptstadt liegt wohl im Heiabettchen aber jedes Staubflöckchen ist auch dicht besiedlt (*schauder*)
    Deshalb ist es wichtig, alle Staubfänger nach Möglichkeit zu entfernen. ...
    Danle, docgoy. Das war mir noch nicht so bewusst
    Da bin ich froh, dass es unserem Sohn grade so gut geht, müssten wir eigentlich konsequenterweise das Kinderzimmer komplett entrümpeln, Regal reduzieren... komplett umbauen, wenn ich Deine Ausführungsen so lese Da steht uns ja was bevor...
    Liebe Grüße aus München !


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